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    <title>Harrys Blog (Artikel mit Tag liedermacher)</title>
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    <description>make love not war</description>
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    <pubDate>Wed, 03 Jul 2024 08:16:07 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Harrys Blog - make love not war</title>
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    <title>30. Mai 1934: Geburtstag von Dieter Süverkrüp</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/150-30.-Mai-1934-Geburtstag-von-Dieter-Sueverkruep</link>
            <category>Antifaschismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Musik</category>
            <category>Poesie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Grillwürstchen-braun&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=800&amp;amp;nb=800&amp;amp;id=106506&quot; title=&quot;Grillwürstchen-braun&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute vor 90 Jahren&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Dieter S&amp;uuml;verkr&amp;uuml;p&lt;/h2&gt;

&lt;p style=&quot;margin-left: 40px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;* 30. Mai 1934&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Das gesunde Volksempfinden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/h3&gt;

&lt;div class=&quot;fluid-width-video-wrapper&quot; style=&quot;padding-top: 50%;&quot;&gt;&lt;iframe allow=&quot;fullscreen&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;https://yt.artemislena.eu/embed/qzL9RjUgbXo&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das ist unfair wie sie euch l&amp;auml;stern&lt;br /&gt;
Verh&amp;ouml;hnende, Pissende speien&lt;br /&gt;
Ihr seid ja nochnichtmal verboten, doch&lt;br /&gt;
Selbst das will euch keiner verzeihen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sie schimpfen euch Wiederkehricht&lt;br /&gt;
Und nennen euch Bockw&amp;uuml;rstchen-braun&lt;br /&gt;
Ihr seid doch nur ganz normal&lt;br /&gt;
Und lasst Euch diesen Spa&amp;szlig;&lt;br /&gt;
Von keinem versau&amp;#39;n&lt;br /&gt;
Jawohl!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ihr vertretet das gesunde Volksempfinden&lt;br /&gt;
Das gesunde Volksempfinden ist die Basis der Demokratie&lt;br /&gt;
Das gesunde Volksempfinden lehnt den Bolschewismus ab&lt;br /&gt;
Die Homosexualit&amp;auml;t und auch die Sodomie&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das gesunde Volksempfinden w&amp;auml;scht sich jeden Tag die F&amp;uuml;&amp;szlig;e&lt;br /&gt;
Und verabscheut die Genitalien&lt;br /&gt;
Das gesunde Volksempfinden hat Humor&lt;br /&gt;
Und lacht beim Biere gern &amp;uuml;ber Nutten oder F&amp;auml;kalien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das gesunde Volksempfinden geht von dem Empfinden aus&lt;br /&gt;
Dass keine Macht der Welt die Welt zum Besser&amp;#39;n &amp;auml;ndern kann&lt;br /&gt;
Das gesunde Volksempfinden wei&amp;szlig;, die Menschen sind nicht gleich&lt;br /&gt;
Der Eine wird ein Herr, der Andere stirbt als kleiner Mann&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Und hat sich also beschieden&lt;br /&gt;
Und ist im Herzen zufrieden&lt;br /&gt;
Und wird jedem Stinker in die ungewasch&amp;#39;ne Fresse schlagen&lt;br /&gt;
Wenn er sich dem Volksempfinden offen widersetzt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das gesunde Volksempfinden zieht den deutschen Sch&amp;auml;ferhund&lt;br /&gt;
Dem Nachbarn vor&lt;br /&gt;
Weil Sch&amp;auml;ferhunde unselbsts&amp;uuml;chtig sind&lt;br /&gt;
Das gesunde Volksempfinden kommt schon in der Schule vor&lt;br /&gt;
Und pflanzt sich durch Neurosen fort&lt;br /&gt;
Vom Lehrer auf das Kind&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das gesunde Volksempfinden wird in gro&amp;szlig;en Serien gefertigt&lt;br /&gt;
Und mit Gewinnen vertrieben&lt;br /&gt;
Darum ist das Volksempfinden in den langen Nachkriegsjahren&lt;br /&gt;
Unversehrt und gesund geblieben&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das gesunde Volksempfinden ist durchaus analphabetisch&lt;br /&gt;
Darum liest die Mehrheit unsres Volks die Zeitung gern&lt;br /&gt;
Das gesunde Volksempfinden kann die Politik nicht leiden&lt;br /&gt;
Alles w&amp;auml;re besser, wenn die Menschen besser w&amp;auml;r&amp;#39;n&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Doch weil die Menschen nicht gut sind&lt;br /&gt;
Was alle Menschen in Wut bringt&lt;br /&gt;
Hofft das deutsche Volksempfinden&lt;br /&gt;
Dass ein gro&amp;szlig;er Volksempfinder&lt;br /&gt;
Einestags das Gute noch zum Endsieg f&amp;uuml;hren wird&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Seid getrost, ihr sollt weiter erlaubt sein&lt;br /&gt;
Wei&amp;szlig; der Oetker, wann man euch noch braucht&lt;br /&gt;
Und ein F&amp;uuml;hrer l&amp;auml;sst sich wohl schon finden&lt;br /&gt;
Ein Entschlossener, der nicht trinkt, nicht denkt, nicht raucht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wer da glaubt, man solle euch verbieten&lt;br /&gt;
Ihr NP-demokratisch seid&lt;br /&gt;
Der sieht unsere saftigen Zeiten&lt;br /&gt;
Und denkt nicht der d&amp;uuml;nneren Zeit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wenn eins Konjunkturen vertrocknen&lt;br /&gt;
Wenn die Ordnung wackelt und der Staat&lt;br /&gt;
Wird ein L&amp;auml;cheln sein im Industrieclub&lt;br /&gt;
Dass man euch in den Schubf&amp;auml;chern hat&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Traulich flie&amp;szlig;en dann wieder die Gelder&lt;br /&gt;
Nie erf&amp;auml;hrt die Geschichte woher&lt;br /&gt;
Und wer arbeitslos ist, kriegt dann S&amp;uuml;ppchen von euch&lt;br /&gt;
Was wollen Proleten noch mehr?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wer den Hunger hat, den wird beim Essen&lt;br /&gt;
Die Herkunft der Suppe nicht st&amp;ouml;ren&lt;br /&gt;
So bleiben die Quellen erhalten&lt;br /&gt;
N&amp;auml;mlich denen sie lang schon geh&amp;ouml;ren&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Es wird geben ein Einverst&amp;auml;ndnis&lt;br /&gt;
Wie eine Epidemie&lt;br /&gt;
Das Volksempfinden ist bekanntlich&lt;br /&gt;
Die Basis der Demokratie&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Erste Moral:&lt;br /&gt;
Die meisten Reaktion&amp;auml;re sind gar nicht reaktion&amp;auml;r&lt;br /&gt;
Dazu sind sie viel zu unpolitisch&lt;br /&gt;
Deswegen sind sie so reaktion&amp;auml;r&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Zweite Moral:&lt;br /&gt;
Wer sich vor den Faschisten f&amp;uuml;rchtet&lt;br /&gt;
Ist den Kapitalismus nicht wert&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dritte Moral:&lt;br /&gt;
Er kann ja gehen, wenn&amp;#39;s ihm hier nicht passt!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 30 May 2024 09:46:00 +0200</pubDate>
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    <category>dieter süverkrüp</category>
<category>geburtstag</category>
<category>liedermacher</category>

</item>
<item>
    <title>Januar 2024: Ulrik Remy gestorben</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/143-Januar-2024-Ulrik-Remy-gestorben</link>
            <category>Antifaschismus</category>
            <category>Musik</category>
            <category>Poesie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;cover&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=600&amp;amp;nb=600&amp;amp;id=105266&quot; title=&quot;Ulrik Remy&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Ulrik Remy&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p style=&quot;margin-left: 40px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;* 24. Februar 1949 &amp;dagger; Januar 2024&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Der Wind wird st&amp;auml;rker jeden Tag&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;iframe allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/xGw_CuvOZ0U&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich komm zur&amp;uuml;ck nach ein paar Jahren,&lt;br /&gt;
hab fast die ganze Welt gesehn,&lt;br /&gt;
hab viel erlebt und viel erfahren,&lt;br /&gt;
und wurd&amp;#39; ich m&amp;uuml;de unterwegs, war da die Stimme,&lt;br /&gt;
die mir sagte: bleib nicht stehen!&lt;br /&gt;
dein Weg ist lang noch nicht zu ende,&lt;br /&gt;
und zuhause warten sie, da&amp;szlig; du berichtest -&lt;br /&gt;
und dieses B&amp;uuml;ndel, das ich trag, mein Land,&lt;br /&gt;
das trieb mich heimw&amp;auml;rts jeden Tag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich seh, mein Land hat sich ver&amp;auml;ndert&lt;br /&gt;
und auch die Leute, die drin leben;&lt;br /&gt;
was ich zur&amp;uuml;ckliess, als ich fortging,&lt;br /&gt;
das ist vorbei, das ist verj&amp;auml;hrt, ist schon Geschichte, vergiss es,&lt;br /&gt;
das wird es nie mehr geben -&lt;br /&gt;
der geist der Freiheit und der Mut,&lt;br /&gt;
der aufrechte Gang, das freie Wort - sind l&amp;auml;ngst vernichtet.&lt;br /&gt;
in meinem Land, das ich so mag,&lt;br /&gt;
weht kalter Wind, und der wird st&amp;auml;rker jeden Tag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich seh die W&amp;auml;lder, die verfaulen,&lt;br /&gt;
die Fl&amp;uuml;sse, die man betonierte;&lt;br /&gt;
es stinkt nach modder, nach verfall, nach kaltem schweiss,&lt;br /&gt;
und keiner wei&amp;szlig;, wie es passierte -&lt;br /&gt;
doch macht man weiter wie bisher,&lt;br /&gt;
denn die Profite wiegen schwer, mehr als ein paar Fische.&lt;br /&gt;
bald gibt&amp;#39;s kein Holz mehr f&amp;uuml;r den Sarg: der Wind,&lt;br /&gt;
der Wind wird st&amp;auml;rker jeden Tag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich seh die Jungen, die noch suchen,&lt;br /&gt;
die ihren Weg jetzt finden wollen,&lt;br /&gt;
ich h&amp;ouml;r, wie man sie lau vertr&amp;ouml;stet,&lt;br /&gt;
wie man sie hinh&amp;auml;lt, sie verarscht mit hohlen Phrasen,&lt;br /&gt;
und sie wissen l&amp;auml;ngst nicht mehr, was sie noch glauben sollen -&lt;br /&gt;
die Ideale ihrer V&amp;auml;ter,&lt;br /&gt;
die verschiebt man jetzt auf sp&amp;auml;ter: erst lernst du kriechen!&lt;br /&gt;
Sonst gibt&amp;#39;s den Job nicht, den man mag,&lt;br /&gt;
der Wind, der Wind wird st&amp;auml;rker jeden Tag.&lt;br /&gt;
[Asche &amp;amp; Perlen, 1981]&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich seh die Reichen reicher werden,&lt;br /&gt;
nach immer gr&amp;ouml;&amp;szlig;erem Reichtum streben&lt;br /&gt;
und ich seh Kinder, alte Leute,&lt;br /&gt;
seh Familien die hart schuften&lt;br /&gt;
und trotzdem in Armut leben&lt;br /&gt;
wer reich und m&amp;auml;chtig ist, bestimmt&lt;br /&gt;
wieviel er sich vom Kuchen nimmt&lt;br /&gt;
bevor geteilt wird,&lt;br /&gt;
was dann an Kr&amp;uuml;meln &amp;uuml;brigbleibt&lt;br /&gt;
ist f&amp;uuml;r den Rest, den kalter Wind durchs Leben treibt&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich seh die Rechten, die marschieren,&lt;br /&gt;
die ihre Ha&amp;szlig;parolen schreien&lt;br /&gt;
da h&amp;ouml;r ich &amp;raquo;L&amp;uuml;genpresse&amp;laquo;, &amp;raquo;Volksverr&amp;auml;ter&amp;laquo;,&lt;br /&gt;
&amp;raquo;Wir sind das Volk&amp;laquo;,&lt;br /&gt;
und l&amp;auml;ngst vergessne Bilder falln mir ein&lt;br /&gt;
in alten Wochenschauen, schwarzwei&amp;szlig;&lt;br /&gt;
sah man genau den selben Schei&amp;szlig;&lt;br /&gt;
vor 90 Jahren, was daraus wurde ist bekannt&lt;br /&gt;
der Wind, der Wind weht kalt in diesem Land&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Steht auf! La&amp;szlig;t euch nicht mehr bel&amp;uuml;gen,&lt;br /&gt;
die Freiheit stirbt in kleinen Schritten&lt;br /&gt;
la&amp;szlig;t euch nicht um euch selbst betr&amp;uuml;gen,&lt;br /&gt;
fangt an zu fordern euer Recht, zu fordern,&lt;br /&gt;
h&amp;ouml;rt endlich auf zu bitten&lt;br /&gt;
glaubt denen nicht, die euch bestehlen&lt;br /&gt;
und l&amp;auml;ngst nicht mehr die Sch&amp;auml;fchen z&amp;auml;hlen. die sie schlachten&lt;br /&gt;
zeigt was Entschlossenheit vermag, ihr wi&amp;szlig;t doch,&lt;br /&gt;
der Wind wird st&amp;auml;rker jeden Tag&lt;br /&gt;
zeigt was Entschlossenheit vermag und ihr werdet sehn&lt;br /&gt;
wir werden st&amp;auml;rker jeden Tag&lt;br /&gt;
[aktualisiert 2017]&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 26 Jan 2024 09:06:00 +0100</pubDate>
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    <category>liedermacher</category>
<category>RIP</category>
<category>Ulrik Remy</category>

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<item>
    <title>4. November 1947: Geburtstag von Bettina Wegner</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/123-4.-November-1947-Geburtstag-von-Bettina-Wegner</link>
            <category>Musik</category>
            <category>Poesie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Verbogene Lieder&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=800&amp;amp;nb=800&amp;amp;id=102652&quot; title=&quot;Verbogene Lieder&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute vor 75 Jahren und ihre Lieder stimmen immer noch&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Bettina Wegner&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p style=&quot;margin-left: 40px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;* 4. November 1947&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Wenn meine Lieder nicht mehr stimmen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/h3&gt;

&lt;div&gt;&lt;iframe allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/MqahNA83AN0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wenn meine Lieder nicht mehr stimmen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und keiner h&amp;ouml;rt mir zu&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da lass&amp;#39; ich die Gitarre schwimmen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und setze mich zur Ruh&amp;#39;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;So viele Leute, die ich kenne&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die singen sch&amp;ouml;n und aus Beruf&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zuviel, als da&amp;szlig; ich Namen nenne&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Versau&amp;#39; der Ehrlichkeit den Ruf&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wie oft h&amp;ouml;r&amp;#39; ich: &amp;quot;Was soll ich machen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ach, Ehrlichkeit bringt nicht viel ein&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da sing&amp;#39; ich lieber seichte Sachen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kassier&amp;#39; mein Geld und sag&amp;#39; nicht Nein!&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dann stell&amp;#39;n sie sich auf eine B&amp;uuml;hne&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und singen irgendwelchen Mist&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ach! Mensch, besser, da&amp;szlig; ich nichts verdiene&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eh&amp;#39; ich was singe, was nicht ist&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dann gibt&amp;#39;s noch solche, die was zeigen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die singen nicht, die machen frei&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und achten drauf, da&amp;szlig; beim Verneigen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vom K&amp;ouml;rper was zu sehen sei&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vergessen &amp;uuml;ber Brust und Beinen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da&amp;szlig; es noch Wirklichkeiten gibt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wor&amp;uuml;ber ganze V&amp;ouml;lker weinen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Schlimme ist, die sind beliebt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich glaube, es ist nicht so bitter&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da&amp;szlig; mich nicht jeder brauchen kann&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich will nicht singen wie ein Zwitter&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nur vorher fragen: &amp;quot;Kommt das an?&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wenn meine Lieder nicht mehr stimmen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und jeder h&amp;ouml;rt mir zu&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da lass&amp;#39; ich die Gitarre schwimmen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und setze mich zur Ruh&amp;#39;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 04 Nov 2022 10:34:00 +0100</pubDate>
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    <category>Bettina Wegner</category>
<category>birthday</category>
<category>Geburtstag</category>
<category>Liedermacher</category>
<category>singersongwriter</category>

</item>
<item>
    <title>23. Juni 1942: Geburtstag von Hannes Wader</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/126-23.-Juni-1942-Geburtstag-von-Hannes-Wader</link>
            <category>Antifaschismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Musik</category>
            <category>Poesie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Collage mit Covern von Hannes Wader&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=800&amp;amp;nb=800&amp;amp;id=98572&quot; title=&quot;Collage mit Covern von Hannes Wader&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Und es ist mir l&amp;auml;ngst klar, da&amp;szlig; nichts bleibt, wie es war!&lt;/strong&gt; Heute vor 80 Jahren&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Hannes Wader&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;* 23. Juni 1942&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Lieder - Sonderausgabe, Juni 1982&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;cover&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?id=92295&quot; title=&quot;cover&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Umschlagfoto: Hansj&amp;ouml;rg Muder | Zweitausendeins | 1982&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Eine Bilderbuchbiografie hat Hannes Wader nicht zu bieten. Als Arbeiterkind wurde er 1942 in der Gegend von Bielefeld geboren, absolvierte die Volksschule, wurde konfirmiert. W&amp;auml;hrend seiner Lehrzeit als Dekorateur f&amp;uuml;hrte ihn sein Vater in das &amp;ouml;rtliche Mandolinenorchester ein, das dieser im Zuge der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung mitbegr&amp;uuml;ndet hatte. Ein Jahr nach der Lehre wurde das ungew&amp;ouml;hnliche Startzeichen f&amp;uuml;r das Dasein eines fahrenden S&amp;auml;ngers gegeben: Hannes Wader erhielt seine K&amp;uuml;ndigung wegen Unf&amp;auml;higkeit, Streitsucht und Musizierens w&amp;auml;hrend der Arbeitszeit.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der rausgeschmissene Dekorateur verdiente seinen Lebensunterhalt zun&amp;auml;chst als Klarinettist und Saxophonist in Jazzcombos und mit musikalischer Gelegenheitsarbeit...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Noten&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=600&amp;amp;nb=600&amp;amp;id=92126&quot; title=&quot;Noten&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Heute hier, morgen dort&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;div&gt;&lt;iframe allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/Q9xCXO_PCQI&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Heute hier, morgen dort&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bin kaum da, mu&amp;szlig; ich fort&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hab&amp;#39; mich niemals deswegen beklagt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hab&amp;#39; es selbst so gew&amp;auml;hlt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nie die Jahre gez&amp;auml;hlt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nie nach Gestern und Morgen gefragt!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Manchmal tr&amp;auml;ume ich schwer&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und dann denk&amp;#39; ich es w&amp;auml;r&amp;#39;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zeit zu bleiben und nun&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Was ganz And&amp;#39;res zu tun&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;So vergeht Jahr um Jahr&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und es ist mir l&amp;auml;ngst klar&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da&amp;szlig; nichts bleibt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da&amp;szlig; nichts bleibt, wie es war!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Da&amp;szlig; man mich kaum vermi&amp;szlig;t&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schon nach Tagen vergi&amp;szlig;t&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wenn ich l&amp;auml;ngst wieder anderswo bin&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;St&amp;ouml;rt und k&amp;uuml;mmert mich nicht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vielleicht bleibt mein Gesicht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch dem Ein&amp;#39; oder Ander&amp;#39;n im Sinn!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Manchmal tr&amp;auml;ume ich schwer&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und dann denk&amp;#39; ich es w&amp;auml;r&amp;#39;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zeit zu bleiben und nun&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Was ganz And&amp;#39;res zu tun&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;So vergeht Jahr um Jahr&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und es ist mir l&amp;auml;ngst klar&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da&amp;szlig; nichts bleibt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da&amp;szlig; nichts bleibt, wie es war!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Fragt mich einer, warum&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich so bin, bleib ich stumm&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Denn die Antwort darauf f&amp;auml;llt mir schwer&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Denn was neu ist wird alt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und was gestern noch galt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stimmt schon heut&amp;#39; oder morgen nicht mehr!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Manchmal tr&amp;auml;ume ich schwer&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und dann denk&amp;#39; ich es w&amp;auml;r&amp;#39;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zeit zu bleiben und nun&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Was ganz And&amp;#39;res zu tun&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;So vergeht Jahr um Jahr&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und es ist mir l&amp;auml;ngst klar&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da&amp;szlig; nichts bleibt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da&amp;szlig; nichts bleibt, wie es war!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 23 Jun 2022 11:19:00 +0200</pubDate>
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    <category>birthday</category>
<category>Geburtstag</category>
<category>Hannes Wader</category>
<category>Liedermacher</category>
<category>singersongwriter</category>

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    <title>1. Juni 1947: Geburtstag von Konstantin Wecker</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/125-1.-Juni-1947-Geburtstag-von-Konstantin-Wecker</link>
            <category>Antifaschismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Musik</category>
            <category>Pazifismus</category>
            <category>Poesie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;cover&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=600&amp;amp;nb=600&amp;amp;id=77692&quot; title=&quot;cover&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute vor 75 Jahren&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Konstantin Wecker&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p style=&quot;margin-left: 40px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;* 1. Juni 1947&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Das Konstantin Wecker-Buch&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Konstantin Wecker im Gespr&amp;auml;ch mit Bernd Schroeder&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
rororo | 1983 | ISBN: 9783499152726 ))&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Genug ist nicht genug,&lt;br /&gt;
ich la&amp;szlig; mich nicht bel&amp;uuml;gen.&lt;br /&gt;
Schon Schweigen ist Betrug,&lt;br /&gt;
genug kann nie gen&amp;uuml;gen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div&gt;&lt;iframe allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/NZ-Mopkd9wo&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?id=98101&quot; /&gt;&lt;img src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?id=98082&quot; /&gt;&lt;img src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?id=98217&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwort: &lt;em&gt;&amp;laquo;Der Inhalt meiner Lieder bin ich selbst&amp;raquo;, sagt Konstantin Wecker in einem Interview. Der Inhalt dieses Buches ist er selbst, k&amp;ouml;nnte ich an dieser Stelle sagen. Und das w&amp;auml;re Vorwort genug. Ich habe heute an Passagen des 10. Kapitels geschrieben. Unter der &amp;Uuml;berschrift Weckerleuchten geht es um die Frage: &amp;laquo;F&amp;uuml;r wen schreibt Wecker?&amp;raquo; Die Frage scheint t&amp;ouml;richt, und doch ist sie legitim, da sie an einen gestellt ist, der sich nicht einmal eine Fahne gew&amp;auml;hlt hat, um sie nun eine liebe Karriere lang den Fans um die Ohren zu wedeln. Wecker ver&amp;auml;ndert sich st&amp;auml;ndig. Er bleibt nicht stehen. Er &amp;laquo;stellt&amp;raquo; sich heute &amp;laquo;gegen den Wind&amp;raquo; und &amp;laquo;rennt&amp;raquo; morgen &amp;laquo;jungen Hunden hinterher&amp;raquo;. Er ist Herz, Kopf und Bauch, und das eine kann ohne das andere nicht sein. Den rahmt man sich nicht ein, denn ehe man sich&amp;#39;s zur Betrachtung gem&amp;uuml;tlich gemacht, ist er schon wieder weg. Mit ihm mu&amp;szlig; man mitgehen oder ihn ziehen lassen. Wecker ist Unruhe, Widerspruch, Widerstand: er ist Bewegung, die sich b&amp;uuml;rgerlicher Kontrolle entzieht; er ist aber auch Genu&amp;szlig;, Liebe, Z&amp;auml;rtlichkeit, Menschlichkeit schlechthin. Wecker-Fans sieht man in Konzerten weinen und die Faust ballen. Das liegt bei ihm so nahe beisammen. Und er vermittelt es mit all seiner Kraft. Das letzte Kapitel dieses Buches ist nicht das letzte Kapitel im Leben des Konstantin Wecker. Darum ist dieses Buch nicht Biographie oder Fazit, sondern Bestandsaufnahme und Zwischenbilanz. Wir beide - er Musiker und Dichter, ich Journalist und Schriftsteller - haben lange Gespr&amp;auml;che gef&amp;uuml;hrt. Wir erf&amp;uuml;llen darin nicht Chronistenpflicht, sondern versuchen, Zusammenh&amp;auml;nge zwischen Erlebtem und Geschriebenem aufzusp&amp;uuml;ren. Die Texte folgen dem Verlauf dieses Gespr&amp;auml;ches; ebenso die Bilder - von Alexander Wecker, dem Vater, ausgesucht. Mir hat die Arbeit an diesem Buch etwas best&amp;auml;tigt, das ich schon seit Jahren glaube: Konstantin Wecker ist einer der ganz Gro&amp;szlig;en, eine absolute Ausnahmeerscheinung in der Liedermacherszene, wenn man ihn schon dort einordnet. Andere haben ihn schon mit Bob Dylan verglichen. Der Vergleich mu&amp;szlig; Konstantin bange und mutig zugleich machen. Mit seinen Vorbildern, Goethe, Benn, Rilke, Orff - um nur einige zu nennen - hat er&amp;#39;s leichter, er braucht nicht neben ihnen zu stehen. Bewundern ist einfacher als sich messen. Konstantin Wecker - wie k&amp;ouml;nnte es anders sein - f&amp;uuml;hrt ein sehr eigenwilliges, abwechslungsreiches K&amp;uuml;nstlerleben. Da gibt es die Gruppe, das Team Musikon, Haus und Studio in der Toscana, Konzerttourneen durch die deutschsprachigen L&amp;auml;nder, Arbeitswut-Phasen und Ausbr&amp;uuml;che. Ein Leben, das nicht ohne Widerspr&amp;uuml;che ist. Davon will dieses Buch erwas vermitteln; aber auch von der Sinnlichkeit und Lust, dem Sichselbsteinbringen und der ungeheuren k&amp;uuml;nstlerischen Gewalt des Konstantin Wecker. Vom Vorwort zum Wort: &amp;laquo;Das Wort mu&amp;szlig; eine Faust sein, kein Zeigefinger: Zuschlagen. Treffen.&amp;raquo; (Wecker 1977)&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r wen ich dieses Buch geschrieben habe? F&amp;uuml;r alle, die nicht den Kopfeinziehen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bernd Schroeder&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 01 Jun 2022 10:58:00 +0200</pubDate>
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    <category>Konstantin Wecker</category>
<category>Liedermacher</category>

</item>
<item>
    <title>Desertieren</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/13-Desertieren</link>
            <category>Pazifismus</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
    <content:encoded>
    &lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Kai Degenhardt - Desertieren&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Album: &lt;a href=&quot;https://musicbrainz.org/release/beb24b46-b129-48e8-b9be-20ddc7b82849&quot;&gt;Briefe aus der Ebene&lt;/a&gt;, 2002 &lt;img alt=&quot;cover&quot; src=&quot;https://coverartarchive.org/release/beb24b46-b129-48e8-b9be-20ddc7b82849/23703746157-250.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div&gt;&lt;iframe allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgZaCMGiV8k&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wenn das Schreien wilder G&amp;auml;nse durch die Sommernacht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;meinen Traum zerrei&amp;szlig;t und ich lieg noch wach,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;wie der Tagmond am Himmel die Sonne streift,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und auf dem Ast vorm Fenster aufgereiht,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;selbst die Raben frieren.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Beim Geschwafel &amp;uuml;ber Coolness und Verantwortung&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;auf allen Kan&amp;auml;len, jedem Podium&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;man den Vorteil preist und die Solidarit&amp;auml;t,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;wenn die Fahnen knallen, wo kein Laufthauch geht,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;werde ich desertieren.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Schmei&amp;szlig; die Gitarre ins Auto,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;dreh die Fenster runter,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;um dem Fahrtwind nachzusp&amp;uuml;ren.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da ist nichts, was ich verlier.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In die D&amp;auml;mmerung hinein,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und wenn die Sonne morgen steigt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;liegt die Grenze hinter mir.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich stehe neben P.T. vorm SuperU,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und erneure meinen Schwur&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;mit einem Schluck hin&amp;uuml;ber zur Champagne.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich ruhe mich aus am Fu&amp;szlig; des Mont Ventoux&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;F&amp;uuml;r meine Tingeltangel-Tour&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;von der Provence in die Bretagne.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich spiel die Stra&amp;szlig;en&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;von Grasse bis St. Marie&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;die Hafenpromenaden&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und den Place-de-la-Com&amp;eacute;die.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Trink den schweren Roten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und K&amp;auml;se zum Dessert,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;schlaf im Wagen, wenn der Mond scheint,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;lieg ich drau&amp;szlig;en am Meer.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Bin desertiert.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Gitarre im Auto&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und die Fenster unten,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;riech ich wie das Wetter wird.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da ist nichts was ich verlier.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In die D&amp;auml;mmerung hinein&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und wenn die Sonne morgen steigt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;liegt die Grenze weit hinter mir.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;An meinen Off-Day im Katharer-Land&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schick ich an Mary einen Brief,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lederstiefel to the one I love.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahre weiter &amp;uuml;ber den Atlantikstrand,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;lieg in den D&amp;uuml;nen von Contis,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;sitz in der Bar am Hafen von Roscoff,&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Schreibe ein zwei Verse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;zwischen Muscheln und Bier,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;nehme die F&amp;auml;hre um drei,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;setze &amp;uuml;ber nach Rosslare.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spiel meinen letzten Gig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;in Hughe&amp;#39;s Pub&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;ending up with Mary&amp;#39;s Jig,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;nehme die Coastroad und hau ab.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich bin desertiert.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Gitarre im Auto&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und die Fenster unten,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;riech ich wie das Wetter wird.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da ist nichts, was ich verlier.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In die D&amp;auml;mmerung hinein,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und wenn die Sonne morgen steigt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;liegt auch diese Grenze hinter mir.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 14 Mar 2022 18:55:00 +0100</pubDate>
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    <category>desertieren</category>
<category>Kai Degenhardt</category>
<category>liedermacher</category>
<category>music</category>
<category>musik</category>
<category>singersongwriter</category>

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<item>
    <title>Es ritten zwei Herren</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/120-Es-ritten-zwei-Herren</link>
            <category>Poesie</category>
            <category>Umwelt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
    <content:encoded>
    &lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Dieter S&amp;uuml;verkr&amp;uuml;p - Es ritten zwei Herren&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Album: &lt;strong&gt;Lied eines heiseren Kindes, 1983 &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div&gt;&lt;iframe allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/-JTgYgj6EjM&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Es ritten zwei Herren durch Wald und durch Feld,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;zwei Herren von Stande und Einflu&amp;szlig; und Geld.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der eine in Erd&amp;ouml;l und Raffinerie,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;der andre in Siemens und Kernenergie.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und kamen beim goldenen Abendschein&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;wohl in ein liebliches Tal hinein.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und siehe, stolz wie ein Kaiserdom stund&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;ein Kraftwerk dort im bl&amp;uuml;henden Grund.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da seufzte der Siemensaktion&amp;auml;r:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;raquo;F&amp;uuml;rwahr, es schmerzet mich gar zu sehr,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;da&amp;szlig; sich die Leut&amp;#39; nur an Kraftwerken st&amp;ouml;rn&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und demonstriern und aufbegehrn.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Atomsprengk&amp;ouml;pfe lagern zuhauf&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;landauf, landab. Das regt niemanden auf.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auch gegen die Zeitbombe der Chemie,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;die l&amp;auml;ngst schon tickt, demonstrieren die nie.&amp;laquo;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Herr von Erd&amp;ouml;l sprach unbewegt:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;raquo;Die Sprengk&amp;ouml;pfe sind ja in Bunkern versteckt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und Gift ist nur selten mit Augen zu sehn,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;derweilen die Kraftwerke offen rumstehn.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der ganze Atomkrach &amp;uuml;brigens tut&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;den Erd&amp;ouml;lgesch&amp;auml;ften recht angenehm gut.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das hat uns schon h&amp;uuml;bsche S&amp;uuml;mmchen gebracht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Presse hat gro&amp;szlig;artig mitgemacht.&amp;laquo;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das traf den Herrn Siemensaktion&amp;auml;r&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;nun sintemalen besonders schwer.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Drum wies er mit grimmigem Hintersinn&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;auf die drohende Energiekrise hin.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und sagte: &amp;raquo;Das ist doch verantwortungslos!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die &amp;Ouml;lreserven sind nicht so gro&amp;szlig;,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;als da&amp;szlig; man sie einfach verfeuern k&amp;ouml;nnt&amp;#39;.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonst sind wir in zwanzig Jahren am End&amp;#39;!&amp;laquo;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch diesen Vorwurf hinwiederum&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;nahm Herr von Erd&amp;ouml;l erheblich krumm.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Er rief: &amp;raquo;Wie Sie mit Kernkraft umgehn,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;ist noch viel entsetzlicher mit anzusehn!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sie scherzen damit - so ungef&amp;auml;hr,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;als ob es ein Gro&amp;szlig;raumflugzeug w&amp;auml;r&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;oder der Weltfrieden. Alles nur&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;wegen der Gunst der Konjunktur.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sie wollen, was unsereins menschlich versteht,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gewinne erbr&amp;uuml;ten, so schnell es geht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch unser Gesch&amp;auml;ft als Ganzes ist&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;mitgef&amp;auml;hrdet durch Ihren Mist.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir wollen von unserem Lande hier&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;noch l&amp;auml;nger was haben, Sie und wir.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch ist es mal erst aus Geldgier verseucht...&amp;laquo;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Er schluchzte, es ward das Auge ihm feucht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;raquo;Na, na!&amp;laquo; rief der Siemensaktion&amp;auml;r,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;raquo;Wo nehmen Sie Ihre Aufm&amp;uuml;pfigkeit her?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das klingt ja beinahe schon radikal.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das war doch bei Ihnen nicht immer der Fall.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Jahrzehntelang haben Sie unentwegt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zechen um Zechen stillgelegt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und stiegen heimlich auf Erd&amp;ouml;l um.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch auch nur aus Geldgier. - Oder warum?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im &amp;Ouml;l war die be&amp;szlig;re Rendite drin!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Was anderes hatten doch Sie nicht im Sinn!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dabei war schon damals den Fachleuten klar:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;die Energie im Lande wird rar!&amp;laquo; -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;So redeten sie einander in Wut.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der eine erhitzte des anderen Blut.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und beinahe h&amp;auml;tten sie sich verkracht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch pl&amp;ouml;tzlich haben sie laut losgelacht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sie riefen: &amp;raquo;Was soll denn der alberne Zwist?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir wissen ja nun, da&amp;szlig; Krise ist.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bei etwas Gegenseitigkeit kann&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;jeder von uns was verdienen daran.&amp;laquo; -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sie boxten sich in die Rippen zum Spa&amp;szlig;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und jauchzten: &amp;raquo;Wir sind schon &amp;#39;ne Klasse, was?&amp;laquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 02 Mar 2022 11:49:00 +0100</pubDate>
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    <category>Atomkraft</category>
<category>Dieter Süverkrüp</category>
<category>Energiekrise</category>
<category>Liedermacher</category>

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    <title>Der Ausländer</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/100-Der-Auslaender</link>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Musik</category>
            <category>Poesie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
    <content:encoded>
    &lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Georg Kreisler - Der Ausl&amp;auml;nder&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Album: &lt;a href=&quot;https://musicbrainz.org/release/38a2cd1a-8ef5-4cff-b766-0e8582aa6aa7&quot;&gt;Lieder zum F&amp;uuml;rchten&lt;/a&gt;, 1963&lt;/p&gt;

&lt;div&gt;&lt;iframe allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/LPYLvG0hcSQ&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Was seh ich, als ich gestern auf der Stra&amp;szlig;e geh?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Schreck tut mir heut noch weh&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Oh Gott, einen Ausl&amp;auml;nder!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Er l&amp;auml;&amp;szlig;st die Leute still an sich vorbeigeh&amp;#39;n&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Als wollt er sagen: &amp;quot;Wart, ich werd&amp;#39;s euch zeigen!&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich bin doch sonst ein ruhiger und beherrschter Mann&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Den nichts irritieren kann&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Au&amp;szlig;er ein Ausl&amp;auml;nder&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Als dieser pl&amp;ouml;tzlich weiterging, da dacht ich, saperlot&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dem geh ich nach, ich bin doch Patriot!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das ist wieder typisch!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Er ist doch schlie&amp;szlig;lich nur ein Ausl&amp;auml;nder, nicht mehr!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und geht so sorgenfrei&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Als ob er Schweizer sei&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Durch den Verkehr -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich mu&amp;szlig; hinterher&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das ist wieder typisch!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Er sieht den Leuten, die ihn anschaun, ins Gesicht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und wenn er stehenbleibt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wie&amp;#39;s ihn gleich weitertreibt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Den B&amp;ouml;sewicht! -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mich bemerkt er nicht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vor der gro&amp;szlig;en Kirche auf dem H&amp;uuml;gel&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bleibt der Schurke endlich stehn&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und er rei&amp;szlig;t die Augen auf&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Als h&amp;auml;tt&amp;#39; er diese Kirche nie gesehn!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das ist wieder typisch!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Jetzt geht er in die Kirche rein, so ein Skandal!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Obwohl ich Schweizer bin&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;War ich noch niemals drin!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch dieses Mal&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bleibt mir keine Wahl -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fatal!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich denke oft des Nachts, w&amp;auml;hrend mir das Blut gerinnt:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In anderen L&amp;auml;ndern sind&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;Uuml;berhaupt nur Ausl&amp;auml;nder!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch hier versucht sich keiner einzunisten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nur im Tessin, paar steinreiche Touristen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Daf&amp;uuml;r sind wir auch auf der ganzen Welt bekannt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir sind das einzige Land&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mit ausschlie&amp;szlig;lich Inl&amp;auml;ndern&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und wenn nicht grad Saison ist und &amp;#39;s kommt trotzdem wer vorbei&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dann schnappt ihn uns&amp;#39;re die Fremdenpolizei&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das ist wieder typisch!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich mu&amp;szlig;te lange vorm Hotel auf Wache stehn&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich denk&amp;#39;, er kommt um acht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Was glauben Sie, was der macht?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Er kommt um zehn! -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich hab ihn gesehn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das ist wieder typisch!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Er hatte n&amp;auml;mlich nachts zuvor ein Rendezvous&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In einer kleinen Bar&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch als er hinkam, war&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Bar schon zu -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Na, da gab er Ruh&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Pl&amp;ouml;tzlich spricht er mich an&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und schon nach den ersten Worten war ich platt -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das war ja gar kein Ausl&amp;auml;nder&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das war ein K&amp;auml;ufer aus der n&amp;auml;chsten Stadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das ist wieder typisch!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da kommt ein Ausl&amp;auml;nder&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In unsre Stadt voll List&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Geht &amp;uuml;berall aus und ein&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich schleiche hinterdrein&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Seh&amp;#39; alles, was er macht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bleib&amp;#39; auf die ganze Nacht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Geh&amp;#39; selber nicht nach Haus&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und dann stellt sich heraus&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da&amp;szlig; dieser Ausl&amp;auml;nder&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Einheimischer ist&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ist doch wieder typisch!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 28 Sep 2018 09:29:00 +0200</pubDate>
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    <category>Ausländer</category>
<category>besorgte Bürger</category>
<category>chanson</category>
<category>Georg Kreisler</category>
<category>liedermacher</category>

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<item>
    <title>Freiheit hoaßt koa Angst habn, vor neamands</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/33-Freiheit-hoasst-koa-Angst-habn,-vor-neamands</link>
            <category>Antifaschismus</category>
            <category>Musik</category>
            <category>Poesie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Freiheit&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=800&amp;amp;nb=800&amp;amp;id=72647&quot; title=&quot;Freiheit&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&lt;strong&gt;Konstantin Wecker - Willy 2015&lt;/strong&gt;&lt;/h1&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Freiheit hoa&amp;szlig;t koa Angst habn, vor neamands&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Album: &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://musicbrainz.org/release-group/a1071f16-e6a1-45ea-88e6-1acd180e4cc2&quot;&gt;Ohne Warum&lt;/a&gt; 2015&lt;/strong&gt; &lt;img alt=&quot;cover&quot; src=&quot;https://coverartarchive.org/release-group/a1071f16-e6a1-45ea-88e6-1acd180e4cc2/front-250.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Mei Willy, jetzt is wieder ganz sch&amp;ouml;n was los hier bei uns und ich muss dich unbedingt noch einmal st&amp;ouml;ren, nachdem ich mich &amp;uuml;ber zehn Jahre nicht mehr zu Wort gemeldet hab.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vielleicht bin ich ja zu hellh&amp;ouml;rig und ich h&amp;ouml;r die Fl&amp;ouml;he husten, aber ich hab Angst, dass wir - hundert Jahre nach dem ersten Weltkrieg - wieder kurz vor einem neuen gro&amp;szlig;en Krieg stehen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Woasst es no, 68 war des, wo wir miteinander gegen den Krieg demonstriert haben, mei wia lang is des her. Fast a halbs Jahrhundert!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Damals san blo&amp;szlig; de Amis in Vietnam g&amp;#39;standen, heit stehn wir Deutschen fast &amp;uuml;berall auf der Welt mit unsere Soldaten. I h&amp;auml;tt&amp;#39;s ja nicht geglaubt, dass&amp;acute; wieder so weit kommt mit Deutschland.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aber die Zeichen stehen auf Aufr&amp;uuml;sten, und da hat wohl eine gewaltige Lobby ein gewaltiges finanzielles Interesse dran.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kaputt machen, wieder aufbauen, neue M&amp;auml;rkte, neue Waffen, neue S&amp;auml;rge, neues Geld - das ist nun mal der Hauptantrieb unseres v&amp;ouml;llig kranken Wirtschaftssystems.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Medien manipulieren wie schon lange nicht mehr und was gut ist und b&amp;ouml;se, richtig und falsch wird uns wie eine bittere Medizin tagt&amp;auml;glich eingefl&amp;ouml;&amp;szlig;t.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Und unsere Regierung? Die GroKo? Die schert sich wie gewohnt einen Dreck um das, was wir wollen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wenn die alle Leut&amp;acute; fragen w&amp;uuml;rden ob sie einen Krieg wollen, was glaubst du w&amp;uuml;rden die Leut&amp;acute; sagen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aber sie fragen nicht, sondern erkl&amp;auml;ren uns, dass diesmal Deutschland statt am Hindukusch auf der Krim verteidigt wird.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Und sie wissen genau: Wiederholungen sind m&amp;auml;chtiger als die Wahrheit, weil Menschen nun mal falscher Kriegspropaganda mehr Glauben schenken, je &amp;ouml;fter sie die h&amp;ouml;ren.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Mei Willy, manches bleibt erschreckend aktuell, woa&amp;szlig;t as no, 1992 hab i gsungen:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gestern habns an Willy daschlagn,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und heit und heit und heit und heit fangt des ois wieder an.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Und die Friedensbewegung?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Statt dass sich Hunderttausende gegen den drohenden Wahnsinn erheben, laufen sie in Scharen irgendwelchen v&amp;ouml;lkischrassistischen Schwachk&amp;ouml;pfen und M&amp;ouml;chtegernadolfs hinterher und k&amp;auml;mpfen gegen die Islamisierung des Abendlandes.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vor allem in Dresden, dieser sch&amp;ouml;nen Stadt Erich K&amp;auml;stners, einer Stadt mit gerade mal 2,2 Prozent Ausl&amp;auml;nderanteil - diese Pegidisten sollten eher Angst haben vor einer Idiotisierung des Abendlandes.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Es w&amp;auml;re ja gut, wenn so viele auf die Stra&amp;szlig;e gehen und sich emp&amp;ouml;ren, das geh&amp;ouml;rt zum Wesen der Demokratie - aber bei Pegida machen es sich die Menschen zu einfach. Sie sind nicht bereit oder einfach nicht f&amp;auml;hig, den wahren Gr&amp;uuml;nden auf die Schliche zu kommen. Stattdessen sucht man sich die &amp;Auml;rmsten der Armen, um einen Schuldigen zu finden: die Fl&amp;uuml;chtlinge. Und dann wird da noch unterschieden zwischen Kriegs- und Wirtschaftsfl&amp;uuml;chtlingen. Als ob die sogenannten Wirtschaftsfl&amp;uuml;chtlinge nicht deswegen vor Hunger und Not fliehen, weil auch wir sie mit unserem Wirtschaftssystem und unserem Wohlstand in die Armut getrieben haben.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aufkl&amp;auml;rung ist das Gebot der Stunde!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Den wahren Ursachen m&amp;uuml;ssten sie auf den Grund gehen. Schon seit langem frage ich mich, weshalb es nicht jedem klar denkenden Menschen offensichtlich ist, dass jemand, der sich bereichert, weil er aus Geld mehr Geld macht, schlicht zu den Strauchdieben unserer Gesellschaft z&amp;auml;hlt, weshalb es auch eine Riesensauerei ist, die Armen, die Fl&amp;uuml;chtlinge, die Arbeitslosen und wen auch sonst noch mit derartigen Vorw&amp;uuml;rfen zu &amp;uuml;berziehen, gipfelnd in Entmenschlichungsvokabeln wie Schmarotzer oder Parasiten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nennen wir sie daher ruhig beim Namen, diese wirklichen Wegelagerer: es sind die Finanzspekulanten, die das Geld als Waffe benutzen, um anderen, den arbeitenden Menschen, das eigentlich wohlverdiente Geld zu klauen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gestern habns an Willy daschlagn,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und heit und heit und heit und heit fangt des ois wieder an.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gestern habns an Willy daschlagn,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und heit und heit und heit und heit fangt des ois wieder an.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Du woa&amp;szlig;t as Willy, i war immer Pazifist und da hat mas nicht leicht in diesen Zeiten.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;PazifistInnen wurden und werden gerne verlacht, verspottet, beschimpft und beleidigt.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Man wirft uns Naivit&amp;auml;t vor. Na und? Lieber naiv als korrupt. Lieber seh ich die Welt mit Kinderaugen als mit den verblendeten Augen der Macht und der Gier. Wir sind angeblich feige, wir sollen Weicheier sein. Fragt sich, wie tapfer und harteiig es ist, andere f&amp;uuml;r das eigene Wohlbefinden auf das Schlachtfeld zu schicken.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sollen doch all die harten M&amp;auml;nner spotten und schimpfen. Mein sanfter Vater hatte unter der Schreckensherrschaft Hitlers den Kriegsdienst verweigert. Und ich bin es seinem Andenken schuldig, nicht aufzugeben.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich m&amp;ouml;chte nicht, dass die Stimme des Pazifismus verlorengeht in einer Zeit des erneuten S&amp;auml;belrasselns. Ich verstehe mich auch nicht einfach nur als ,,friedensbewegt&amp;quot; - nein, ich bin radikaler: Ich bin Pazifist und Romantiker, Tr&amp;auml;umer und Barde und ich glaube weiter an die Kraft der gewaltfreien Ver&amp;auml;nderung. Ungehorsam ist gefragt, Willy, Ungehorsam! Wir sollten Schulen des Ungehorsams gr&amp;uuml;nden, um ein Gegengewicht zu schaffen gegen die Gehorsamsschulen des Milit&amp;auml;rs. Und zuallererst m&amp;uuml;ssen wir PazifistInnen uns gegen die Nebelkerzen wehren, mit denen wir t&amp;auml;glich beschossen werden.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aber wenn sich der Nebel endlich gelichtet hat, sind wir dann auch bereit, aufzustehen? Was w&amp;auml;re, wenn der Friede kein Wunder br&amp;auml;uchte, sondern eine Revolution?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ja - eine Revolution, Willy. Denn bei Heckler &amp;amp; Koch und Co knallen angesichts der weltweiten Kriege doch schon die Champagnerkorken an die L&amp;uuml;ster.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wir br&amp;auml;uchten wieder einen wie dich Willy.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Einen wie dich, einen der sein Maul aufmacht und schreit: ,,Halts Mei Faschist. Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg.&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aber i woa&amp;szlig;, einige machen weida Willy, und die werden auch mehrer werdn, so wie du gesagt hast:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;quot;Ma muass weiterk&amp;auml;mpfen, weiterk&amp;auml;mpfen, a wenn die ganze Welt an Arsch offen hat.&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gestern habns an Willy daschlagn,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;aber heit, aber heit aber heit, heit halt ma zsamm.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gestern habns an Willy daschlagn,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und heit, und heit und heit und heit halt ma zsamm.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 01 Jun 2017 06:08:00 +0200</pubDate>
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