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    <title>Harrys Blog (Artikel mit Tag Lion Feuchtwanger)</title>
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    <description>make love not war</description>
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    <pubDate>Sat, 01 Jul 2023 11:13:42 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Harrys Blog - make love not war</title>
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    <title>Die besorgten Bürger</title>
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            <category>Antifaschismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=600&amp;amp;nb=800&amp;amp;id=10057&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Lion Feuchtwanger - Erfolg&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Drei Jahre Geschichte einer Provinz&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Taschenbuch, Fischer 1989, ISBN: 9783596216505&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&amp;raquo;&lt;em&gt;Erfolg ist der Titel eines Zeitromans von Lion Feuchtwanger. Der Untertitel lautet Drei Jahre Geschichte einer Provinz. Er entstand in den Jahren 1927-1930 und erschien 1930. Zusammen mit den Romanen Die Geschwister Oppermann und Exil geh&amp;ouml;rt er zu Feuchtwangers ,,Wartesaal-Trilogie&amp;quot;. Er weist deutliche Elemente eines Schl&amp;uuml;sselromans auf.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im zweiten Teil des Romans nimmt die Bewegung Rupert Kutzners und der Wahrhaft Deutschen - Chiffre f&amp;uuml;r die NSDAP - einen immer gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Raum ein. Kutzner tr&amp;auml;gt deutlich Z&amp;uuml;ge Hitlers, und die Beschreibung seines Aufstandes entspricht dem Hitler-Ludendorff-Putsch von 1923. General Vesemann ist eine literarische Kopie Erich Ludendorffs. Feuchtwanger betont besonders, wie die breite Bev&amp;ouml;lkerung Kutzner unterst&amp;uuml;tzt, wie aber auch die konservativen Kr&amp;auml;fte in Bayern die Kutzner-Bewegung benutzen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen, womit sie aber erst Kutzners Aufstieg erm&amp;ouml;glichen.&lt;/em&gt;&amp;laquo; &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Erfolg_(Roman)&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Die Besorgten B&amp;uuml;rger&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Immer bestimmter verlautete, die Patrioten w&amp;uuml;rden bald losschlagen. Von einem Montag zum andern wartete man, Kutzner werde jetzt den genauen Tag ansagen. Immer dichtere Massen str&amp;ouml;mten zu seinen Versammlungen, Beamte und Angestellte erzwangen sich fr&amp;uuml;heren B&amp;uuml;roschlu&amp;szlig;, um sich einen Platz zu erstehen. Keiner wollte die Verk&amp;uuml;ndigung des Freiheitstages vers&amp;auml;umen.&lt;br /&gt;
In einem der blauen Stra&amp;szlig;enbahnwagen, die zum Kapuzinerbraukeller fuhren, stand, gepre&amp;szlig;t zwischen andern, die zum Kutzner wollten, der Altm&amp;ouml;belh&amp;auml;ndler Cajetan Lechner. Er war in Holland gewesen, er hatte das Schrankerl wiedergesehen. Der Holl&amp;auml;nder hatte ihn zum Essen eingeladen. Es war gut und reichlich gewesen; allein der Lechner, befangen durch die Dienerschaft und das ungewohnte Besteck, hatte nicht recht zugegriffen. Hinterher hatte er geschimpft auf den Holl&amp;auml;nder, den Geizhammel, den notigen, der einen hungern l&amp;auml;&amp;szlig;t. Aber Aufnahmen jedenfalls von dem Schrankerl hatte er gemacht, gute Aufnahmen, er stand oft davor, das Herz voll Z&amp;auml;rtlichkeit, emp&amp;ouml;rt &amp;uuml;ber die Regierung, die ihn erst gezwungen hatte, sich von dem Schrankerl zu trennen, und dann duldete, da&amp;szlig; ihm ein galizischer Jud das gelbe Haus vor der Nase wegkaufte. Er ging zum Kutzner, &amp;uuml;berzeugt, der F&amp;uuml;hrer werde ihn r&amp;auml;chen und bewirken, da&amp;szlig; er doch noch hochkommt.&lt;br /&gt;
Als er aus der Stra&amp;szlig;enbahn stieg, rempelte ihn einer derb an, entschuldigte sich: &amp;raquo;Hoppla, Herr Nachbar.&amp;laquo; Es war der Hautseneder. Der Lechner ha&amp;szlig;te diesen seinen Mieter vom Unteranger; noch schwebte der Proze&amp;szlig;, weil damals der Hautseneder seinen Hausherrn aus dem zweiten Stock hinausgeschmissen hatte. Jetzt stand man nebeneinander, dicht gedr&amp;auml;ngt, schob sich gemeinsam vor. Man grollte noch ein bi&amp;szlig;chen, grantelte einander an, aber schlie&amp;szlig;lich wurde man zusammen in den Saal gesp&amp;uuml;lt, an einen Tisch. Man konnte nicht umhin, brummig Rede und Gegenrede zu tauschen. Es war gut eine halbe Stunde vor Beginn, aber schon war der Saal dick voll. In den tiefh&amp;auml;ngenden Wolken des Tabakrauchs schwammen tomatenrote Rundsch&amp;auml;del mit Schnauzb&amp;auml;rten, graue Tonkr&amp;uuml;ge. Verk&amp;auml;ufer riefen aus: &amp;raquo;Die verbotene Nummer des &amp;gt;Vaterl&amp;auml;ndischen Anzeigers&amp;lt;&amp;laquo;; denn die Beh&amp;ouml;rden verboten zuweilen, aber sie achteten nicht auf die Durchf&amp;uuml;hrung ihres Verbots. Man wartete geruhsam, schimpfte derweilen &amp;uuml;ber die Ungerechtigkeit der Regierung. Frau Therese Hautseneder zum Beispiel hatte die Unbill der neuen Ordnung am eigenen Leib zu sp&amp;uuml;ren bekommen. Ein Reisender hatte ihr einen Staubsauger Apollo verkauft, auf Abzahlung. Dann war ein anderer Reisender gekommen, der bot ihr einen Staubsauger Triumph an, auch auf Abzahlung, etwas billiger. Das mit dem andern Vertreter, erkl&amp;auml;rte er, werde er ordnen. Er ordnete aber nicht, und nun sollte sie beide zahlen. Herr Hautseneder, tags&amp;uuml;ber in der Sendlinger Linoleumfabrik besch&amp;auml;ftigt, erkl&amp;auml;rte, er denke nicht daran, den Lohn von vier Monaten f&amp;uuml;r ihre damischen Faxen zu opfern; sie sei &amp;uuml;berhaupt narrisch, und er lasse sich scheiden. Frau Hautseneder ihrerseits beschlo&amp;szlig;, in die Isar zu gehen. Es kam zu einem umst&amp;auml;ndlichen Proze&amp;szlig;. Die Rechtsanw&amp;auml;lte sprachen von Vorspiegelung falscher Tatsachen, von Schl&amp;uuml;sselgewalt und &amp;auml;hnlichem. Das Ganze endete mit einem flauen Vergleich, der niemanden befriedigte, und damit, da&amp;szlig; Herr und Frau Hautseneder, sowie die Vertreter von Apollo und Triumph, mi&amp;szlig;vergn&amp;uuml;gt &amp;uuml;ber die bestehende Gesellschaftsordnung zu den Wahrhaft Deutschen &amp;uuml;bergingen.&lt;br /&gt;
Viele, w&amp;auml;hrend sie auf den Einmarsch des F&amp;uuml;hrers warteten, erz&amp;auml;hlten von &amp;auml;hnlicher Unbill. Alle schimpften sie, da&amp;szlig; der Wert der Mark von Tag zu Tag so n&amp;auml;rrisch sank, alle machten sie die Juden und die Regierung daf&amp;uuml;r verantwortlich, alle erhofften sie sich Befreiung durch den Kutzner. Der Regierungsinspektor a. D. Ersinger war ein Herr, der sehr auf Sauberkeit hielt. Leib und Seele, Wohnung und Kleidung sauberzuhalten, war nicht leicht in diesen miserablen Zeiten. Er war ein friedfertiger Mann, geneigt, der Obrigkeit zu gehorchen, auch wenn die Herkunft ihrer Macht zweifelhaft war. Als ihm aber seine Frau, statt der gewohnten hygienischen Rolle, Zeitungspapier ins Klosett hing, da ri&amp;szlig; ihm die Geduld, und er ging zum Kutzner. Dem Maurerpolier Bruckner waren im Krieg drei S&amp;ouml;hne erschossen worden, einer an der Somme, einer an der Aisne, einer am Isonzo, der vierte war in den Karpaten verschollen. Die Kirche hatte f&amp;uuml;r den schimpfenden Alten keinen Trost, als da&amp;szlig; Gott, wen er liebe, z&amp;uuml;chtige. Der Maurerpolier Bruckner fand besseren Trost bei Kutzner. Die Hofr&amp;auml;tin Beradt war zwar ihre unwillkommene Mieterin Anna Elisabeth Haider durch deren Ableben losgeworden. Doch auch ihre sp&amp;auml;teren Mieter trieben Ungeb&amp;uuml;hr aller Art, l&amp;auml;rmten, empfingen zweideutige Besuche, kochten verbotenerweise im Zimmer auf elektrischen Apparaten. Mu&amp;szlig;te sich eine anst&amp;auml;ndige Witfrau das bieten lassen? Sie mu&amp;szlig;te es. Sie konnte sich des Gesindels nicht entledigen: infolge der gottlosen Mieterschutzgesetze. Der F&amp;uuml;hrer, hoffte sie, wird Ordnung schaffen. Herr Josef Feichtinger, Gymnasiallehrer am Luitpoldgymnasium, war erst am Isartorplatz umgestiegen, wo er noch einen Einkauf zu t&amp;auml;tigen hatte, statt am Stachus. Er hatte nicht den f&amp;uuml;r die Benutzung von Umsteigescheinen vorgeschriebenen k&amp;uuml;rzesten Weg genommen und wurde bestraft. Er war in Ehren zweiundvierzig Jahre alt geworden: unter dieser Regierung wurde man bestraft, weil man am Isartorplatz zwei blaue Hefte kaufte. Er ging zum Kutzner. In Berlin gingen die Mi&amp;szlig;vergn&amp;uuml;gten zu den Kommunisten; in M&amp;uuml;nchen fl&amp;uuml;chteten sie zum Hakenkreuz.&lt;br /&gt;
Der Rauch wurde dicker, Schwei&amp;szlig; und Hitze st&amp;auml;rker, die grauen Tonkr&amp;uuml;ge undeutlicher, die runden Sch&amp;auml;del r&amp;ouml;ter. Der Altm&amp;ouml;belh&amp;auml;ndler Lechner zog immer heftiger sein gew&amp;uuml;rfeltes Taschentuch. Endlich hielt, begleitet von den Fahnen, unter ungeheurem Jubel, Rupert Kutzner seinen Einzug, den sorglich gescheitelten Kopf gereckt, marschierend zu der dr&amp;ouml;hnenden Blechmusik.&lt;br /&gt;
Er sprach von dem Schmachfrieden von Versailles, von den frechen Advokatentricks des Franzosen Poincar&amp;eacute;, von internationaler Verschw&amp;ouml;rung, von Freimaurern und Talmud. Was er sagte, war nicht unbekannt, aber es wirkte neu durch die Urw&amp;uuml;chsigkeit des Dialekts, durch die Kraft des Vortrags. Voll Bewunderung dann und Ehrfurcht in der Stimme sprach er von dem italienischen F&amp;uuml;hrer Mussolini, wie der sich k&amp;uuml;hn der Stadt Rom und der Apenninenhalbinsel bem&amp;auml;chtigt hatte. Seine Tatkraft, rief er, solle auch den Bayern leuchtendes Vorbild sein, und er verh&amp;ouml;hnte die Reichsregierung und prophezeite den Marsch auf Berlin. Malte aus, wie die verrottete Stadt den Wahrhaft Deutschen in die H&amp;auml;nde fallen werde, ohne Schwertstreich, sich schon beim Anblick der heranziehenden echten S&amp;ouml;hne des Volkes die Hosen bekleckernd. Es war lautlos still, w&amp;auml;hrend er von dem Marsch auf Berlin sprach. Alle warteten, da&amp;szlig; er einen bestimmten Tag verk&amp;uuml;nden werde. Cajetan Lechner hielt mitten im Schneuzen inne, um nicht zu st&amp;ouml;ren. Allein der F&amp;uuml;hrer dr&amp;uuml;ckte sich nicht grob und klar aus wie die Kursnotiz des Dollars, er sagte es poetisch. &amp;raquo;Noch vor der Baumbl&amp;uuml;te&amp;laquo;, rief er, auf die Fahnen mit dem exotischen Emblem weisend, &amp;raquo;werden diese Fahnen sich bew&amp;auml;hren.&amp;laquo;&lt;br /&gt;
Noch vor der Baumbl&amp;uuml;te. Das war eine Verhei&amp;szlig;ung, die sich den Menschen ins Herz grub. Die Leute lauschten benommen, gl&amp;uuml;cklich. Der pr&amp;auml;chtige Schall Rupert Kutzners, seine bewegte Mimik ri&amp;szlig; sie mit. Sie verga&amp;szlig;en, da&amp;szlig; ihre paar Wertpapiere wertlos waren, die Versorgung ihres Alters gef&amp;auml;hrdet. Wie dieser Mann es verstand, ihren Tr&amp;auml;umen Worte zu geben. Wie seine H&amp;auml;nde gro&amp;szlig; durch die Luft fegten, gewaltig aufs Pult schlugen, sich markig reckten, wohl auch ironisch Bewegungen imitierten, mit denen die schlichteren Witzbl&amp;auml;tter jener Zeit Juden charakterisierten. Gl&amp;uuml;ckselig hingen sie an seinen Gesten, zwangen, wenn sie die Ma&amp;szlig;kr&amp;uuml;ge auf den Tisch setzten, die schweren Finger zu besonderer Behutsamkeit, damit nicht das Ger&amp;auml;usch eines der k&amp;ouml;stlichen Worte &amp;uuml;bert&amp;ouml;ne. Manchmal hob der F&amp;uuml;hrer die Stimme, auf da&amp;szlig; die Zuh&amp;ouml;rer merkten, jetzt sei es an der Zeit, zu klatschen. Die Pause des trommelnden Applauses dann benutzte er, den Schwei&amp;szlig; von der Stirn zu wischen, den Bierkrug, auch das mit gro&amp;szlig;er Geste, zu ergreifen, tief zu trinken.&lt;br /&gt;
Einmal sprach er von dieser traurigen Berliner Regierung, die gegen die berechtigte Emp&amp;ouml;rung des Volkes keine andere Waffe habe als ein Ausnahmegesetz. &amp;raquo;Wir Wahrhaft Deutschen&amp;laquo;, rief er, &amp;raquo;wenn wir an der Macht w&amp;auml;ren, wir brauchten kein Ausnahmegesetz.&amp;laquo; - &amp;raquo;Was w&amp;uuml;rdet denn ihr tun?&amp;laquo; rief eine wohlklingende, sonore Stimme dazwischen. Rupert Kutzner schwieg einen Augenblick. Dann in den lautlos gespannten Saal hinein, leise, mit einem tr&amp;auml;umerischen L&amp;auml;cheln, sagte er: &amp;raquo;Wir w&amp;uuml;rden unsre Gegner legal h&amp;auml;ngen lassen.&amp;laquo;&lt;br /&gt;
Es machten aber die Wahrhaft Deutschen vier Prozent der Bev&amp;ouml;lkerung aus, vierunddrei&amp;szlig;ig Prozent waren neutral: die Gegner waren zweiundsechzig Prozent.&lt;br /&gt;
Alle im Saal l&amp;auml;chelten jetzt, das gleiche, nachdenkliche L&amp;auml;cheln wie der F&amp;uuml;hrer. Sie sahen ihre Gegner am Galgen h&amp;auml;ngen oder an B&amp;auml;umen, mit blauen, vorquellenden Zungen, der Lechner sah den Galizier h&amp;auml;ngen, den K&amp;auml;ufer des gelben Hauses, die Frau Hautseneder die beiden Reisenden mit dem Staubsauger, die beiden Reisenden die Frau Hautseneder, und alle tranken tief und befriedigt aus den gro&amp;szlig;en, grauen Kr&amp;uuml;gen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Mon, 19 Jun 2023 12:36:00 +0200</pubDate>
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<category>Besorgte Bürger</category>
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    <title>Lied der Gefallenen</title>
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            <category>Pazifismus</category>
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;h3&gt;Lion Feutchwanger - Lied der Gefallenen (1915)&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Es dorrt die Haut von unsrer Stirn,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Es nagt der Wurm in unserm Hirn.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Fleisch verwest zu Ackergrund,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Staub stopft und Erde unsern Mund.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir warten.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das Fleisch verwest, es dorrt das Bein,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch eine Frage schl&amp;auml;ft nicht ein,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch eine Frage wird nicht stumm&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und wird nicht satt: warum? warum?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir warten.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Staub stopft und Erde uns den Mund,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch unsre Frage sprengt den Grund&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und sprengt die Scholle, die uns deckt,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und ruht nicht bis sie Antwort weckt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir warten.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wir warten. Denn wir sind nur Saat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Antwort kommt, die Anwort naht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weh, wen sie trifft. Heil, wem sie frommt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Antwort z&amp;ouml;gert, doch sie kommt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir warten.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 20 Dec 2015 13:24:00 +0100</pubDate>
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    <category>Lion Feuchtwanger</category>

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    <title>Erfolg</title>
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            <category>Antifaschismus</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lion Feuchtwanger - Erfolg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Erfolg_%28Roman%29&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Drei Jahre Geschichte einer Provinz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
vorgetragen von Josef Hader&lt;/p&gt;

&lt;div&gt;&lt;iframe allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/S9bn-ZIb3xg&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;
 
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    <pubDate>Sun, 07 Jul 2013 10:59:00 +0200</pubDate>
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    <category>historische Romane</category>
<category>Josef Hader</category>
<category>Lion Feuchtwanger</category>

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