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    <title>Harrys Blog (Artikel mit Tag 3. Reich)</title>
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    <description>make love not war</description>
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    <pubDate>Wed, 21 Oct 2020 03:36:00 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Harrys Blog - make love not war</title>
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    <title>Die Weiße Rose</title>
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            <category>Antifaschismus</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img die=&quot;&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=800&amp;amp;nb=800&amp;amp;id=81308 alt=&quot; wei=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Inge Scholl - Die Wei&amp;szlig;e Rose&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Isbn: 9783596200887 | Fischer Taschenbuch Verlag | 1983&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;Uuml;ber dieses Buch:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die &amp;raquo;&lt;em&gt;Wei&amp;szlig;e Rose&lt;/em&gt;&amp;laquo; wurde zum Symbol einer Aktion, mit der einige M&amp;uuml;nchner Studenten zum Widerstand gegen die Diktatur Hitlers aufriefen. Sie bezahlten daf&amp;uuml;r mit ihrem Leben: im Februar 1943 fielen sie der Gestapo in die H&amp;auml;nde. Hans und Sophie Scholl waren unter den Hingerichteten. Inge Scholl, die Schwester, erz&amp;auml;hlt mit Hilfe von geretteten Dokumenten die Vorgeschichte und den Verlauf dieser Bewegung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Autorin Inge Aicher-Scholl, geboren 1917, gr&amp;uuml;ndete nach dem Kriege die Ulmer Volkshochschule und setzte wenige Jahre sp&amp;auml;ter mit der Gr&amp;uuml;ndung der &amp;raquo;&lt;em&gt;Geschwister-Scholl-Stiftung&lt;/em&gt;&amp;laquo;, der Tr&amp;auml;gerin einer neuen Hochschule f&amp;uuml;r Gestaltung, ihren Geschwistern ein Denkmal&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Inge Alcher-Scholl schrieb dieses Buch aus eigener Kenntnis von Tatsachen und Berichten &amp;uuml;berlebender Beieillgter; au&amp;szlig;erdem liegen ihm Briefe und Tagebuchaufzeichnungen von Hans und Sophie Scholl sowie Erinnerungen an Gespr&amp;auml;che und Beobachtungen zugrunde. Weiteres authentische: Material zur Geschichte der &amp;raquo;&lt;em&gt;wei&amp;szlig;en Rose&lt;/em&gt;&amp;laquo; findet sich in den Lebensberichten &amp;uuml;ber Professor Kurt Huber und Willi Graf.&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Wed, 21 Oct 2020 05:36:00 +0200</pubDate>
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    <category>3. Reich</category>
<category>Antifaschismus</category>
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    <title>Was Recht ist muß Recht bleiben</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/111-Was-Recht-ist-muss-Recht-bleiben</link>
            <category>Antifaschismus</category>
            <category>Pazifismus</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Ausgebucht&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=600&amp;amp;nb=600&amp;amp;id=81187&quot; title=&quot;Ausgebucht&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Dieter Hildebrandt - Was Recht ist mu&amp;szlig; Recht bleiben&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ausgebucht. Mit dem B&amp;uuml;hnenbild im Koffer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
H&amp;ouml;rbuch, 2004, ISBN: 9783898309059&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Penzberg, eine rote Enklave im schwarzen Umkreis des einstigen Wahlkreises von Franz Josef Strau&amp;szlig;, Weilheim, ein nicht zu eroberndes sozialdemokratisches Nest im Allg&amp;auml;u. Mit Blick auf die Berge. Und mit Blick in die Vergangenheit. Da gibt es Erfreuliches. Zum Beispiel, dass Penzberg einmal in der Bayernliga Fu&amp;szlig;ball gespielt hat. Aber auch, dass am Penzberger Sportplatz ein Denkmal steht, das an die Mordtage von Penzberg erinnert. 1972 stand ich das erste Mal davor und erfuhr &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Penzberger_Mordnacht&quot;&gt;von dieser Geschichte&lt;/a&gt;, die in den letzten, allerletzten Kriegstagen im April 1945 geschehen war. In jenen Tagen, als Hans Filbinger seine Pflicht, so sagt er, getan hat, wozu er ein Recht hatte. Das Recht von damals. Am 28. April 1945 hatten zwei amerikanische Armeen und eine franz&amp;ouml;sische die deutsche Reststreitmacht auf engstem Raum zusammengedr&amp;auml;ngt. Sie standen bereits in Freising, also ganz kurz vor M&amp;uuml;nchen, in Ulm, nahe Kempten, in Regensburg und Passau. Die so genannte &amp;gt;Alpenfestung&amp;lt;, von der immer wieder die Rede war, die aber nie existiert hat, nicht einmal auf dem Obersalzberg mit den Villen der Bonzen, in denen ihre zitternden Angeh&amp;ouml;rigen hockten: diese &amp;gt;Festung&amp;lt; wurde nur noch verteidigt durch ein paar Nebelwerfer, die im Falle eines Angriffs der Air Force das gesamte Berchtesgadener Tal in Nebel h&amp;uuml;llen sollten. &amp;Uuml;berall sah man haufenweise abgelegte Uniformen, weil desertierte Soldaten Zivilkleidung angezogen hatten, SS-Einheiten kontrollierten und durchsuchten die H&amp;auml;user nach wei&amp;szlig;en Fahnen und Fahnenfl&amp;uuml;chtigen. Der Krieg war aus. Die &amp;gt;Volksgenossen&amp;lt; verbrannten die Hitlerbilder und die Parteiausweise. In der Nacht lauschte man, ob man die amerikanischen Panzer schon h&amp;ouml;ren konnte. Noch war nicht klar, in welcher Weise man das Kriegsende &amp;uuml;berstehen w&amp;uuml;rde, aber bis hierher hatte man schon mal das Schlimmste &amp;uuml;berstanden. In der Nacht vom 27. zum 28. April hatte eine Gruppe um Hauptmann Gerngross den Radiosender M&amp;uuml;nchen in Freimann besetzt und &amp;uuml;ber die Mikrophone das Ende des Krieges verk&amp;uuml;ndet. Das war nicht die Tat eines Wichtigtuers, der ja die paar Tage noch h&amp;auml;tte abwarten k&amp;ouml;nnen, nein, es war ein mutiger Schritt, um die Menschen aufzufordern, St&amp;auml;dte, D&amp;ouml;rfer, Fabriken, Br&amp;uuml;cken vor der Zerst&amp;ouml;rung zu retten. In Penzberg hatten ein paar M&amp;auml;nner morgens um vier Uhr diesen Aufruf geh&amp;ouml;rt und sich aufgemacht, um das Bergwerk von Penzberg vor der beabsichtigten Sprengung zu bewahren. Ebenso ging es um die Erhaltung des Wasserwerks. Das Rathaus wurde von fr&amp;uuml;heren Politikern der SPD, der KPD und der Bayerischen Volkspartei besetzt, und der 1933 abgesetzte B&amp;uuml;rgermeister Rummer &amp;uuml;bernahm die Gesch&amp;auml;fte des Nazib&amp;uuml;rgermeisters Vonwerden. Pl&amp;ouml;tzlich fuhren Soldaten eines Werferregiments in die Stadt ein. An der Spitze ein Hauptmann, der seinen Oberstleutnant Ohm emp&amp;ouml;rt dar&amp;uuml;ber informierte, was hier passiert war. Offensichtlich waren das Offiziere, die an den &amp;gt;Endsieg&amp;lt; durch diese legend&amp;auml;ren Wunderwaffen, die in den Alpen versteckt sein sollten, glaubten und an den F&amp;uuml;hrer und an die Alpenfestung, die sie wahrscheinlich unentwegt gesucht hatten. Dann stie&amp;szlig; noch der Schnellrichter Oberstleutnant Bauernfeind hinzu. Von nun an ging es schnell. Die Wehrmacht verhaftete die neue Stadtregierung. Oberstleutnant Ohm bekam vom Gauleiter Gieseler in M&amp;uuml;nchen den erbetenen Befehl, die &amp;gt;Verr&amp;auml;ter&amp;lt; zu f&amp;uuml;silieren, und die acht M&amp;auml;nner wurden sofort erschossen. Inzwischen hatte der Gauleiter den Sender in Freimann zur&amp;uuml;ckerobert und einen flammenden Aufruf zum Durchhalten in das Mikrophon gebr&amp;uuml;llt. Dann nahm er seinen Wagen und floh. Am Abend rauschte eine Hundertschaft von bewaffneten &amp;gt;Werw&amp;ouml;lfen&amp;lt; in die Stadt. F&amp;uuml;hrer dieser Mordbande war der Nazidichter Hans Z&amp;ouml;berlein. &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Z%C3%B6berlein&quot;&gt;Hans Z&amp;ouml;berlein&lt;/a&gt; (1898-1964), Brigadef&amp;uuml;hrer der SA, gl&amp;uuml;hender Verehrer Hitlers seit den 20er Jahren, M&amp;uuml;nchner NSDAP-Stadtrat und Romanschriftsteller f&amp;uuml;r Kriegsangelegenheiten, sp&amp;auml;ter F&amp;uuml;hrer der Werwolf-Bewegung. Originaltext: &amp;gt;Das Reich wird kommen! Das Reich, von dem du so hoffnungsfroh getr&amp;auml;umt. Einer von uns, Dietrich Eckart, hat zuerst von ihm gek&amp;uuml;ndet. Noch fern - ganz fern -, aber er hat schon sehen k&amp;ouml;nnen: Adolf Hitler wird euch hinf&amp;uuml;hren. Der allein ist es, der das kann! - Sonst keiner!&amp;lt; Z&amp;ouml;berlein hat seine Leute in die H&amp;auml;user von Penzberg gehetzt, um ortsbekannte Regimegegner aus den Kellern zu holen, in denen sie sich versteckt hatten. Sie wurden schnell entdeckt, weil viele B&amp;uuml;rger der Stadt verraten haben, wo sie waren. Dann hat man sie aufgeh&amp;auml;ngt. Zwei Frauen und sechs M&amp;auml;nner. Anschlie&amp;szlig;end feierte man weithin hallend den Sieg gegen die Verr&amp;auml;ter. Am Tag darauf war der Spuk vorbei, denn amerikanische Panzer rollten in die Stadt. Die Zahl der Bev&amp;ouml;lkerung hatte sich nicht ver&amp;auml;ndert. Aber es gab keine Nazis mehr. Wie &amp;uuml;berall. Z&amp;ouml;berlein musste sich drei Jahre sp&amp;auml;ter wegen Massenmordes verantworten. Er wurde zum Tode verurteilt. Ein Jahr sp&amp;auml;ter wurde die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt. Er blieb im Gef&amp;auml;ngnis bis Ende der 50er Jahre. Starb 1964. Im Bett. Er hat nie etwas bereut, hielt sich f&amp;uuml;r einen aufrechten, tapferen Verteidiger des Vaterlands. Das Recht war ja auf seiner Seite. Das damalige. &amp;Uuml;brigens war das sp&amp;auml;tere Schicksal der anderen M&amp;ouml;rder auch ertr&amp;auml;glich. Oberstleutnant Ohm wurde 1956 freigelassen, Oberstleutnant Bauernfeind 1950 freigesprochen. Nur die Opfer waren tot.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 08 May 2020 20:14:00 +0200</pubDate>
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    <category>3. Reich</category>
<category>Dieter Hildebrandt</category>
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    <title>Das siebte Kreuz</title>
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            <category>Antifaschismus</category>
            <category>Literatur</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Buchcover Shopartikel&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=800&amp;amp;nb=800&amp;amp;id=77744&quot; title=&quot;Buchcover Shopartikel&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Anna Seghers - Das siebte Kreuz / The Seventh Cross&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sieben gekuppte Platanen auf dem &amp;raquo;Tanzplatz&amp;laquo; des Lagers Westhofen sind durch Querbalken als Folterkreuze f&amp;uuml;r sieben aus dem Lager geflohene H&amp;auml;ftlinge hergerichtet. Sechs M&amp;auml;nner m&amp;uuml;ssen ihre Flucht bald mit dem Leben bezahlen. Nur dem Mechaniker Georg Heisler gelingt es den Verfolgern zu entkommen. Nach sieben gef&amp;auml;hrlichen Tagen der Flucht aus dem gro&amp;szlig;en Gef&amp;auml;ngnis, das Deutschland in den Tagen der Hitlerherrschaft war, findet er den Weg in die Freiheit. Das siebte Kreuz im Lager Westhofen bleibt leer... Dieses Buch, das kurz vor dem zweiten Weltkrieg entstand, zuerst 1942 in englischer Sprache in New York und 1943 in deutscher Sprache in Mexiko erschien, machte Anna Seghers weltber&amp;uuml;hmt. Es wurde ein Buch das in einer Zeit f&amp;uuml;r Deutschland sprach, als sonst fast nur mit Abscheu von Deutschland gesprochen wurde. Die Passion des ungekreuzigten Heisler ist ein Volksbuch das aus dem durch Hitler erneuerten Mittelalter herausfinden hilft, wie es die Maler und Bildschnitzer vor den Bauernkriegen taten. &amp;raquo;Wir f&amp;uuml;hlten alle&amp;laquo;, hei&amp;szlig;t es am Schlu&amp;szlig;, &amp;raquo;wie tief und furchtbar die &amp;auml;u&amp;szlig;eren M&amp;auml;chte in den Menschen hineingreifen k&amp;ouml;nnen, bis in sein Innerstes, aber wir f&amp;uuml;hlten auch, da&amp;szlig; es im Innersten etwas gab, das unangreifbar war und unverletzbar...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 07 May 2020 20:07:00 +0200</pubDate>
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    <category>3. Reich</category>
<category>Anna Seghers</category>
<category>Flucht</category>
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    <title>Nach Mitternacht</title>
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            <category>Antifaschismus</category>
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=800&amp;amp;nb=800&amp;amp;id=67830&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Irmgard Keun - Nach Mitternacht&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Isbn: 9783123524349 | Bastei L&amp;uuml;bbe | 1981&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Haupthandlung spielt w&amp;auml;hrend der nationalsozialistischen Diktatur um das Jahr 1936 an zwei Tagen in Frankfurt am Main, mit den Schwerpunkten des Hitlerauftritts am Opernplatz und Liskas Fest. F&amp;uuml;r die Erz&amp;auml;hlerin, die 19-j&amp;auml;hrige Susanne Moder, genannt Sanna, und ihre politisch engagierten Freunde und Bekannten ist es eine Zeit des Umbruchs und der Entscheidungen f&amp;uuml;r ein an das Regime angepasstes Leben oder die Emigration aus Deutschland.&lt;br /&gt;
Die Handlung wird aus der Perspektive und in der Umgangssprache einer 16- bzw. 19-J&amp;auml;hrigen vorgef&amp;uuml;hrt. Die Ich-Erz&amp;auml;hlerin Sanna versteht oft nicht die Redeinhalte der Parteileute und intellektuellen Freunde ihres Bruders und deren ideologischen Hintergrund, aber die Autorin l&amp;auml;sst sie das Verhalten der Menschen im Alltag und deren &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen mit dem kindlichen, unverbildeten Blick eines Landm&amp;auml;dchens beobachten, deren &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen wiedergeben und kommentieren, teilweise erg&amp;auml;nzt durch witzig-ironische Bemerkungen einer lebenserfahrenen Frau. Diese Stilbr&amp;uuml;che erzielen beim Leser eine komische Wirkung, vor allem wenn dadurch die Phrasen und grotesken Widerspr&amp;uuml;che der Hitleranh&amp;auml;nger und die eigenn&amp;uuml;tzigen Umorientierungsversuche vieler B&amp;uuml;rger verfremdet und entlarvt werden.&lt;br /&gt;
Als aufmerksame Zuh&amp;ouml;rerin und Beobachterin charakterisiert und parodiert Sanna die Verhaltensweisen z. B. Liskas, Gertis oder Bettys und gibt, v. a. in den Caf&amp;eacute;haus-Szenen, Gespr&amp;auml;che &amp;uuml;ber die politische Situation in direkter Rede wieder. So bilden die beiden letzten Kapitel (Kap. 6 und 7) f&amp;uuml;r Heini ein Forum seiner Systemkritik-Monologe und der Journalist erscheint durch seinen Selbstmord als konsequente Gegenfigur zum Dichter Algin. Liska und Betty sind die ihnen entsprechenden Frauen. Der Tragik dieser Beziehungen, erg&amp;auml;nzt durch das ungl&amp;uuml;ckliche Verh&amp;auml;ltnis Gertis und Dieter Aarons, wird die Flucht des Paares Sanna und Franz als hoffnungsvoller Aspekt gegen&amp;uuml;bergestellt.&lt;br /&gt;
Die Autorin verdichtet die Handlung immer wieder in symbolischen Kontrastsituationen: Hitler mit der leeren Hand und das instrumentalisierte Bertchen Silias mit dem falschen Strau&amp;szlig; oder die misslungene Judenerkennung des St&amp;uuml;rmermanns. durch W&amp;uuml;nschelrute und Horoskop (Kap. 6) und die folgende skurrile Verbr&amp;uuml;derung von Nazi und Jude. Ebenso stehen die ausgelassen singenden und tanzenden G&amp;auml;ste auf der Party der unerf&amp;uuml;llten Liebe Liskas zu Heini und dessen Selbstmord gegen&amp;uuml;ber, der den Untergang ihrer politischen Tr&amp;auml;ume spiegelt. Das alles spielt sich in der Beletage ab, w&amp;auml;hrend der wegen eines Angriffs auf einen SA-Mann gesuchte Franz im Keller versteckt auf die Flucht mit Sanna wartet. Die tragischen Entscheidungen vor Mitternacht kontrastieren mit der Hoffnung des neuen Tages nach Mitternacht.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nach_Mitternacht&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Am Opernplatz&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gerti und ich sa&amp;szlig;en im Esplande, um uns wurde es immer leerer, immer leerer, ganz leer. Alle Juden gingen fort. Aus dem Lautsprecher rasten Reden wie ein Gewitter. Voll war das Caf&amp;eacute; von diesen Reden &amp;uuml;ber den F&amp;uuml;hrer, der kommen werde, &amp;uuml;ber das freie Deutschland, &amp;uuml;be die Begeisterung der Menge. Zwei &amp;auml;ltere Damen kamen herein, d&amp;uuml;nn und sauber sahen sie aus, unverheiratet und beschr&amp;auml;nkten Mitteln, wie reisende Lehrerinnen aus einer kleinen Stadt. Sie bestellten Kaffee und Apfeltorte&amp;#160; mit Sahne. Als sie anfangen wollten zu essen, wurde im Radio das Horst-Wessel-Lied gespielt, die alten Fr&amp;auml;uleins lie&amp;szlig;en ihre L&amp;ouml;ffel fallen, standen auf, reckten die Arme. Das mu&amp;szlig; man, weil man nie wei&amp;szlig;, wer einen beobachtet und anzeigt. Vielleicht hatten sie voreinander Angst. Gerti und ich standen auch auf.&lt;br /&gt;
Still war das Radio f&amp;uuml;r einen Augenblick. Ein Kellner kam und fragte die Gerti, ob sie von einem Balkon aus alles sehen wolle. Weil wir nun schon mal da waren, wollten wir das nat&amp;uuml;rlich. Wir fuhren mit dem Kellner im Lift auf und ab, alle Balkons waren Nester voller Menschen. Aber der Kellner fand noch einen Balkon, in den er uns reinquetschen konnte. Er selbst hatte kein Interesse daran etwas zu sehen.&lt;br /&gt;
Ich sa&amp;szlig; halb auf dem Scho&amp;szlig; von einem dicken Mann, sein Gesicht konnte ich nicht richtig erkennen, sein Atem war war wie ein fetter stinkender Ball, der mir immerzu ins Gesicht flog. Hinter uns sa&amp;szlig;en elegante Herren und Damen, die benahmen sich still und mit vornehmer Aufmerksamkeit wie in der Loge von einem Theater. Und Gerti sagte auch, es komme ihr vor, als h&amp;auml;tten wir Freikarten f&amp;uuml;r einen Theaterplatz, auf den wir eigentlich nicht geh&amp;ouml;ren und f&amp;uuml;r den wir nicht passend angezogen seien.&lt;br /&gt;
Rechts auf der Seite vom Opernplatz, wo es so parkartig ist, hatte sich ein schwarzes Meer von Menschen gebildet, die bewegten sich auf und ab in langsamen Wellen. &amp;Uuml;ber ihnen schwamm m&amp;uuml;des Licht. Auf dem freigelassenen Platz sprangen und rasten erregt einige SS-Leute herum und schwenkten in wilder Aufregung ihre Arme. Danach geschah immer noch nichts.&lt;br /&gt;
Manchmal wurden aus dem Meer von Menschen ohnm&amp;auml;chtige Frauen von SS-M&amp;auml;nnern fortgetragen, dadurch wurde den Leuten in den Logenbalkons das Warten nicht zu langweilig.&lt;br /&gt;
Dann glitten auf einmal Autos &amp;uuml;ber die Stra&amp;szlig;e - weich und eilig wie fliegende Daunenfedern. Und so sch&amp;ouml;n! Nie in meinem habe ich so wunderbare Autos gesehen. Und so viele Autos kamen, so viele! Alle Gauleiter und zugeh&amp;ouml;rigen hohen Parteim&amp;auml;nner fuhren in solchen Autos, es war herrlich. Die sind sicherlich alle furchtbar reich. Denn wenn ich an den Franz denke und mir ausmale, er w&amp;uuml;rde noch hundert Jahre leben und von morgens bis abends arbeiten - wenn er immer Arbeit h&amp;auml;tte - und w&amp;uuml;rde hundert Jahre nicht trinken und kein bi&amp;szlig;chen rauchen und nichts tun als sparen, sparen, sparen - dann k&amp;ouml;nnte er sich in hundert Jahren immer noch nicht so ein Auto kaufen. In tausend Jahren vielleicht. Aber welcher Mensch wird schon tausend Jahre alt.&lt;br /&gt;
Es macht mir Freude, die sch&amp;ouml;nen Autos zu sehen, wie wunderbar blanke rasende K&amp;auml;fer sahen sie von oben aus. Und unten die vielen Leute, die wohl l&amp;auml;ngst schon halb tot vom Warten waren, hatten nun auch Freude, da&amp;szlig; ihnen endlich was geboten wurde, allerdings konnten ja nur die Vornstehenden was sehen.&lt;br /&gt;
Von weitem schwollen Rufe an: Heil Hitler, n&amp;auml;her kam der Mengen Ruf herangewellt, immer n&amp;auml;her - nun stieg er zu unserem Balkon empor - breit, heiser und etwas m&amp;uuml;de. Und langsam fuhr ein Auto vorbei, darin stand der F&amp;uuml;hrer wie der Prinz Karneval im Karnevalszug. Aber er war nicht so lustig und fr&amp;ouml;hlich wie der Prinz Karneval und warf auch keine Bonbons und Str&amp;auml;u&amp;szlig;chen, sondern hob nur eine leere Hand.&lt;br /&gt;
Ein hellblaues K&amp;uuml;gelchen rollte auf die Stra&amp;szlig;e, dem Auto entgegen. Das war Bertchen Silias, die zur heutigen Reihendurchbrecherin ernannt worden war, denn oft w&amp;uuml;nscht der F&amp;uuml;hrer, mit Kindern fotografiert zu werden. Aber diesmal hatte er wohl keine Lust, Bertchen stand als einsamer kleiner Punkt mit einem riesigen Blumenstrau&amp;szlig;.&lt;br /&gt;
Vorbei war der F&amp;uuml;hrer. SS-Leute umknieten Bertchen, Blitzlicht flammte, es wurde fotografiert. Nun kommt Bertchen vielleicht doch noch in die Zeitung, wenn auch nur mit SS-Leuten statt mit dem F&amp;uuml;hrer. Dadurch wird die Frau Silias einen kleinen Trost haben.&lt;br /&gt;
Auf dem langen Balkon des Opernhauses stellten die jetzigen ber&amp;uuml;hmten M&amp;auml;nner sich mit Feierlichkeit auf, mit h&amp;ouml;flichen Verbeugungen gegeneinander, und sie gr&amp;uuml;&amp;szlig;ten auch ins Volk.&lt;br /&gt;
Sie taten eigentlich nichts interessantes, aber man durfte sie ansehen.&lt;br /&gt;
Gerti meinte, man habe eigentlich nicht viel davon, solche f&amp;uuml;hrende M&amp;auml;nner anzusehen, die f&amp;uuml;hrenden M&amp;auml;nner h&amp;auml;tten sicher viel mehr davon, wenn sie von uns angesehen w&amp;uuml;rden.&lt;br /&gt;
Andererseits waren Damen in unserem Balkon, die freuten sich sehr, da&amp;szlig; sie so einen General Blomberg erkennen konnten und G&amp;ouml;ring, weil er so was Rotes an seine Jacke hatte - man wei&amp;szlig; ja von Fotografien her, da&amp;szlig; er immer gern aparte Kost&amp;uuml;me tr&amp;auml;gt. Trotzdem er doch eigentlich schon jetzt so bekannt ist, da&amp;szlig; er durch besondere Kleidung nicht mehr auffallen braucht.&lt;br /&gt;
Zum Algin kommt manchmal ein junger Mann, der ist Schauspieler und findet kein Engagement und mu&amp;szlig; durch seine Erscheinung wirken und tr&amp;auml;gt darum leuchtende Schweinslederhandschuhe. Der G&amp;ouml;ring hat aber doch in seiner Art schon ein Engagement. Andererseits kommen ja auch fertige Filmschauspieler nie zur Ruhe und m&amp;uuml;ssen auch immer wieder von neuem dem Publikum das &amp;Auml;u&amp;szlig;erste an Mode und Glanz bieten. So ein G&amp;ouml;ring mu&amp;szlig; sicher dauern nachdenken, um einem Volk immer Neuigkeiten vorf&amp;uuml;hren zu k&amp;ouml;nnen. Und dabei m&amp;uuml;ssen diese M&amp;auml;nner auch noch immer Zeit zum regieren finden. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sie das alles schaffen. Der F&amp;uuml;hrer gibt doch schon fast sein ganzes Leben hin, f&amp;uuml;r sein Volk fotografiert zu werden. Man stelle sich nur so eine ungeheure Leistung vor: ununterbrochen sich mit Kindern und Lieblingshunden, im Freien und in Zimmern - immerzu. Und au&amp;szlig;erdem st&amp;auml;ndig mit Flugzeugen zu fahren und in langen Wagneropern sitzen, weil das deutsche Kunst ist, f&amp;uuml;r die er sich auch opfert.&lt;br /&gt;
Ber&amp;uuml;hmtheit fordert immer Opfer, das habe ich mal in einem Artikel &amp;uuml;ber Marlene Dietrich gelesen. Es hei&amp;szlig;t ja immer, der F&amp;uuml;hrer w&amp;uuml;rde nur Radieschen essen und Schwarzbrot mit Klatschk&amp;auml;se. Das ist auch so ein Opfer f&amp;uuml;r den Ruhm. Die Filmschauspielerinnen von Hollywood essen manchmal noch viel weniger, weil sie nicht dick werden d&amp;uuml;rfen. Und sie trinken und rauchen auch nicht, wegen der Sch&amp;ouml;nheit. Die Liska hungert sich manchmal halb tot, nur um abzunehmen.&lt;br /&gt;
Ich k&amp;ouml;nnte mir denken, da&amp;szlig; unserem F&amp;uuml;hrer daran liegt, eine besonders schlanke Figur zu haben, da er doch immerzu fotografiert und in Wochenschauen und Reichsparteitagfilmen vorgef&amp;uuml;hrt wird. Er m&amp;ouml;chte vielleicht auch einen Gegensatz bilden zu G&amp;ouml;ring und dem Minister Ley und vielen B&amp;uuml;rgermeistern und Ministern, die wirklich alle auffallend zugenommen haben. Das kann man ja t&amp;auml;glich an ihren Bilder in den Illustrierten erkennen.&lt;br /&gt;
Da standen diese Herrschaften nun pers&amp;ouml;nlich auf dem Balkon des Opernhauses. Sie blieben erleuchtet, sonst war Nacht. Die Lichter des Platzes wurden gel&amp;ouml;scht, damit die Reichswehr zu richtiger Geltung kommen konnte. Denn die hatte blinkende Stahlhelme auf und brennende Fackeln in den H&amp;auml;nden, damit tanzte sie zu milit&amp;auml;rischen Musikkl&amp;auml;ngen eine Art Ballett. Es handelte sich um einen Zapfenstreich und stellte einen historischen Moment dar und sah sehr h&amp;uuml;bsch aus.&lt;br /&gt;
Die Welt war gro&amp;szlig; und dunkelblau, die tanzenden M&amp;auml;nner waren schwarz und gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig - ohne Gesichter und stumm, in schwarzer Bewegung. Ich habe in einem Kulturfilm mal Kriegst&amp;auml;nze von Negern gesehen, die waren etwas lebhafter, aber der Tanz der Reichswehr hat mir auch sehr gut gefallen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Thu, 12 Dec 2019 22:57:00 +0100</pubDate>
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    <category>3. reich</category>
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    <title>„Scheißt ihn voll, den alten Sack&quot;</title>
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            <category>Antifaschismus</category>
            <category>Poesie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Vogelschiss &quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=800&amp;amp;nb=800&amp;amp;id=56353&quot; title=&quot;Vogelschiss&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&amp;bdquo;&lt;em&gt;Schei&amp;szlig;t ihn voll, den alten Sack&lt;/em&gt;&amp;quot;&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;article last even&quot; xmlns=&quot;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span class=&quot;body&quot; role=&quot;main&quot; style=&quot;min-height: 1524.43px;&quot;&gt;Schei&amp;szlig;t eiskalt auf diesen Mann,&lt;br /&gt;
so schei&amp;szlig;t, bis er sich h&amp;auml;utet!&lt;br /&gt;
Schei&amp;szlig;t! Vielleicht versteht er dann,&lt;br /&gt;
was &amp;bdquo;Vogelschiss&amp;ldquo; bedeutet.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Cornelius Oettle&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://taz.de/Die-Wahrheit/!5507734/&quot;&gt;Vorgezogener Gedichtetag in der taz&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 04 Jun 2018 00:39:00 +0200</pubDate>
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    <category>3. Reich</category>
<category>Alexander Gauland</category>
<category>Nationalsozialismus</category>
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    <title>Machtergreifung - 30. Januar 1933</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/91-Machtergreifung-30.-Januar-1933</link>
            <category>Antifaschismus</category>
    
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Bernt Engelmann&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=600&amp;amp;nb=600&amp;amp;id=84952&quot; title=&quot;Im Gleichschritt marsch&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bernt Engelmann - Im Gleichschritt marsch&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wie wir die Nazizeit erlebten 1933 - 1939&lt;br /&gt;
&amp;#160;Isbn: 9783442067275 | Goldmann | 1984&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Machtergreifung - 30. Januar 1933&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Viele Jahre sp&amp;auml;ter, als das &amp;gt;Dritte Reich&amp;lt; bereits untergegangen war, fand ich im Archiv des einstigen &amp;gt;Reichssenders K&amp;ouml;ln&amp;lt; den Sprechertext vom Abend des 30. Januar 1933. W&amp;auml;hrend ich ihn las, erging es mir so wie damals, als ich ihn als Zw&amp;ouml;lfj&amp;auml;hriger zum erstenmal geh&amp;ouml;rt hatte: Die Worte erf&amp;uuml;llten mich mit Staunen und Ekel zugleich. &amp;raquo;Wie eine Flamme schl&amp;auml;gt es &amp;uuml;ber Deutschland auf: Adolf Hitler ist Reichskanzler! Millionen Herzen sind angez&amp;uuml;ndet, Jubel und Dankbarkeit suchen nach einem Ausbruch ... &amp;laquo; So stand es tats&amp;auml;chlich im Manuskript des Rundfunksprechers, und er sprach diesen Text, wie ich mich deutlich erinnere, so, als versuchte ein von Begeisterung &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigter Augenzeuge seinen Zuh&amp;ouml;rern den grandiosen Sieg Caracciolas beim Autorennen um den Grand Prix von Monaco zu schildern: &amp;raquo;Ein Zug von hunderttausend Fackeln brandet die Wilhelmstra&amp;szlig;e herauf ... Durchs Brandenburger Tor sind sie marschiert, die braunen Kolonnen der SA - als Sieger eines, opferreichen Kampfes. Blutrot leuchten die Fahnen, auf wei&amp;szlig;em Grund das Hakenkreuz - Symbol der aufgehenden Sonne! Ein herrlicher, ein wunderbarer Anblick! Und jetzt - tats&amp;auml;chlich! In diesem Augenblick ert&amp;ouml;nt von S&amp;uuml;den her der harte Marschtritt des &amp;gt;Stahlhelms&amp;lt;. Gebannt lauscht die Menge, die Fackeln wogen ... &amp;Uuml;berall Fackeln und - jubelnde Menschen! Hunderttausend Kehlen jauchzen ihr Sieg Heil - Heil Hitler! in die Nacht! Und dort, &amp;uuml;ber der jubelnden Menschenmenge und dem Meer von lohenden Fackeln steht, aufrecht und bis ins innerste ergriffen, der Reichspr&amp;auml;sident von Hindenburg, der greise Feldmarschall und Sieger von Tannenberg, an seinem Fenster ... Daneben in der Reichskanzlei der F&amp;uuml;hrer - ja, es ist der F&amp;uuml;hrer! Da steht er mit seinen Ministern: Adolf Hitler ... Der unbekannte Soldat des Weltkrieges, der unbeugsame K&amp;auml;mpfer, der Fahnentr&amp;auml;ger der Freiheit ...! Seine Augen sind in die Ferne gerichtet. Gewi&amp;szlig; sinnt er &amp;uuml;ber die langen Jahre des Kampfes, denkt an die Blutopfer der Bewegung, den langen, entbehrungsreichen Marsch - Und nun - ja! Ja! Brausend klingt es zu den dem jungen Reichskanzler herauf aus dem Chor der Hunderttausend - das Deutschlandlied! Von der Maas bis an die Memel ... Deutschland, Deutschland, &amp;uuml;ber alles, &amp;uuml;ber alles in der Welt! Wie ein Gebet steigt es zum Himmel, wie Dank und Jubel zugleich! Wie der Choral von Leuthen ...! Und nun: Ja! Ja! Nun stimmt die Menge das Kampflied der nationalsozialistischen Bewegung an, das Hort-Wessel-Lied! Wie ein Ruck geht es durch die un&amp;uuml;bersehbare, wogende Menge: Hunderttausend Arme recken sich gl&amp;auml;ubig und dankbar zum Deutschen Gru&amp;szlig; ... Sie gr&amp;uuml;&amp;szlig;en den F&amp;uuml;hrer und ehren damit zugleich die unvergessenen Opfer des Kampfes - Kam&amp;#39;raden, die Rotfront und Reaktion erschossen ... Ja! Wirklich: Sie marschieren im Geist in diesen Reihen mit! So mancher dort in der Menge wischt sich verstohlen die Tr&amp;auml;nen ab, Tr&amp;auml;nen der Dankbarkeit und der Freude! Heil dir, unser F&amp;uuml;hrer, Heil dem deutschen Vaterland!, singen die Herzen, und das alte M&amp;uuml;tterlein dort in der Menge am Stra&amp;szlig;enrand spricht es aus, was alle empfinden, alle die M&amp;auml;nner und Frauen dort unten und auch die wackeren SA- und SS-M&amp;auml;nner, die in langen Kolonnen vorbeimarschieren hinter der Hakenkreuzfahne: Dank dir, Allm&amp;auml;chtiger, da&amp;szlig; wir diesen Tag erleben durften!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 09 Dec 2017 21:45:00 +0100</pubDate>
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    <category>3. Reich</category>
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    <title>Es weht ein frischer Wind, zwei drei</title>
    <link>https://blog.goehde.com/index.php?/archives/96-Es-weht-ein-frischer-Wind,-zwei-drei</link>
            <category>Antifaschismus</category>
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    <author>nospam@example.com (harry)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Buchcover&quot; src=&quot;https://www.goehde.com/img.php?nh=600&amp;amp;nb=600&amp;amp;id=77168&quot; title=&quot;Buchcover Finckenschläge&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Finckenschl&amp;auml;ge&lt;/strong&gt;, Herbig, 1967&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Werner Finck - Es weht ein frischer Wind, zwei drei (1933)&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Es weht ein frischer Wind, zwei drei,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir wollen wieder lachen,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gebt dem Humor die Stra&amp;szlig;e frei,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Jetzt mu&amp;szlig; auch der erwachen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der L&amp;ouml;we ist das Tier der Zeit,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Mars regiert die Stunde;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Doch die geliebte Heiterkeit&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Geht langsam vor die Hunde.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das aber soll dem Teufel nicht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;und keiner Macht gelingen,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Uns um das inn&amp;#39;re Gleichgewicht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und um den Spa&amp;szlig; zu bringen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Drum la&amp;szlig;t des Zwerchfells Grundgewalt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Am Trommelfell erklingen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wem das nicht pa&amp;szlig;t, der soll uns halt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Am G&amp;ouml;tz von Berlichingen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;(Geschrieben und gesprochen in der Katakombe, mu&amp;szlig;te sp&amp;auml;ter aus dem Programm entfernt weden)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 21 Dec 2016 23:25:00 +0100</pubDate>
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    <category>3. Reich</category>
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